Nan Hua Tempel – ein Stück China mitten in Südafrika

Eingangstor zur Tempelanlage

Es ist die wohl schrägste Sehenswürdigkeit in Südafrika. Ein riesiger buddhistischer Tempel mitten im christlichen afrikanischen Land.

Ja, bin ich denn in China? Oder korrekterweise in Taiwan? Ein Gedanke, der mir unweigerlich kommt als ich auf diese riesige Tempelanlage zufahre. Ja, solche Tempel wie den Nan Hua habe ich schon gesehen. Aber in China, Hongkong oder Thailand, nicht in Afrika.

Der gigantische Tempel

Der Nan Hua Tempel Mist der größte Afrikas, ja, sogar der größte auf der südlichen Halbkugel. Wer schon mal in Asien war, hat dort vermutlich selten so große und prächtige Tempel wie diesen gesehen. Und so saubere auch nicht, was allerdings daran liegen mag, dass der Tempel etwas überdimensioniert für die wenigen Buddhisten in der Gegend ist. Sprich: Es verlieren sich hier wenige Besucher. Weder Gläubige noch Touristen.

Der 1967 gegründete taiwanesische Orden Fo Guang Shan, der das Gebäude errichtet hat, ließ sich den ganzen Komplex mit Tempel, Kloster und Schule mehrere Millionen Euro kosten. 1992 begannen die Bauarbeiten, 2005 eröffnete der große Tempel. 2002 wurde der Orden von einem Anschlag erschüttert. Durch eine Bombe, die die rechtsradikale Boeremag (zu deutsch: Burenmacht) gelegt hatte, wurden zwei Mitarbeiter verletzt.

Altar im Nan Hua Tempel

Der Fo Guang Shan – Orden gehört zu den populärsten in seinem Heimatland Taiwan. Er hat großen missionarischen Eifer und deshalb auf der ganzen Welt rund 150 Tempelanlage eröffnet. Auch in Berlin steht eine. Wenn auch nicht eine so riesige wie hier in der Nähe von Pretoria. Der Nan Hua – Tempel ist das Hauptquartier des Ordens in Afrika.

Der Eintritt in den Tempel ist frei. Sie können einfach Station machen und reingehen. Der Tempel befindet sich auf dem Stadtgebiet von Bronkhorstspruit, gut 50 Kilometer von Pretoria entfernt.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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