Halde Rheinpreußen in Moers

Das „Geleucht“ von Otto Biene

Wow! Was ein Ausblick! Eigentlich ist die Halde Rheinpreußen in Moers nur ein Mini-Hügel. Der Blick über Duisburg und den Niederrhein ist aber gigantisch.

Vom Parkplatz geht es nur ein paar Meter aufwärts. Nein, der Aufstieg auf die Halde Rheinpreußen ist wirklich keine Bergwanderung. „Was soll mich auf diesem 70 Meter hohen Mini-Hügel schon erwarten?“, frage ich mich beim Aufstieg etwas skeptisch.

Blick auf das Stahlwerk von Thyssen-Krupp

Doch die Überraschung könnte nicht schöner sein. Der Rhein schlängelt sich durch Duisburg, Brücken, Kraftwerke tauchen am Horizont auf. Und Europas größtes Stahlwerk. Das ThyssenKrupp-Werk in Duisburg (siehe Foto oben). An anderen Stellen lässt sich weit über das niederrheinisch Gebiet, Felder, Seen und Wälder schauen (siehe Foto unten).

Blick ins Niederrheinische

Oben auf der Halde, die rund 100 Meter über Null liegt: Das „Geleucht“ des Künstlers Otto Piene (1927 – 2014), ein 30 Meter hohes Kunstwerk, das einer Grubenlampe nachempfunden ist und nachts wegen der Beleuchtung weit strahlt. Auf neun Meter Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform.

Mit 70 Metern ist die Halde nicht sonderlich hoch

Fast 100 Jahre, von 1875 bis 1971, wurde auf der Zeche Rheinpreußen Kohle gefördert. Die auf Moerser und Duisburger Stadtgebiet liegende Schachtanlage war damals die erste Zeche links des Rheins. Der Abraum, also die Reste bei der Kohleförderung, landeten auf der Halde an der Stadtgrenze zwischen Moers und Duisburg.

Die Halde ist – wie so einige im Ruhrgebiet – mies bis gar nicht ausgeschildert. „Gutenbergstraße/Moers“ ins Navi eingeben, rechts (von Duisburg kommend) geht eine kleine Straße hoch. Aus Moerser Richtung sieht man die Beschilderung, aus der anderen leider nicht. Am Fuß des Hügels sind Parkplätze.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

 

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