Gorki Park

Eingangstor zum Gorki-Park

Eingangstor zum Gorki-Park

Vergnügungsparks mit Karussels und Booten gehörten zum festen Bild in Großstädten im frühen 20. Jahrhundert. In den meisten Städten sind sie längst geschlossen. Der Gorki Park in Moskau hat überlebt.

An einer Ecke spielen Musiker, an der nächsten stürmen Kinder zur Achterbahn, auf einem kleinen See fahren Pärchen mit dem Boot. Der Gorki Park hat zahlreiche Attraktionen zu bieten. Sogar einen Raumgleiter. Darüber hinaus ist er eine grüne Oase in der russischen Metropole.

Prototyp eines russischen Raumgleiters im Gorki-Park

Prototyp eines russischen Raumgleiters im Gorki-Park

Eins der Highlights im 1927 eröffneten Park: Der Raumgleiter Buran. Das sowjetische Gegenstück zum Space Shuttle. Nur dass der Buran nicht ganz so erfolgreich war. Zwar wurden die Raumgleiter schon seit den 50er-Jahren entwickelt, es fand jedoch nur ein unbemannter Flug statt. Das Test-Modell im Gorki Park ist heute ein Kino.

Der Park trägt den Namen des russischen Schriftstellers Maxim Gorki (1868 – 1936), der Stalins Vorzeigeautor war und sich nach erster Skepsis und Exil zur sowjetischen Oktoberrevolution bekannte. Klaus Mann schilderte allerdings, dass Gorki keinesfalls wie ein einfacher Arbeiterschriftsteller hauste, sondern im Luxus lebte. Im Westen erlangte der Gorki-Park auch durch eine Textzeile in „Winds of Change“ von den Scorpions und den Hollywood-Thriller Gorky Park, in dem drei Leichen im Park gefunden werden,  Berühmtheit.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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