24. September 2021

Casa Loma – das skurrile Schloss in Toronto

Das vielleicht skurrilste Gebäude in Toronto ist die Casa Loma. Eine mittelalterliche Burg, die aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde.

Türmchen, Erker, 98 Zimmer, Geheimgänge, Bowlingbahnen, ein Ofen, in dem ein ganzer Ochse gebraten werden kann – die Casa Loma ist ein wirklich komisches Gebäude, das so gar nicht in die mondäne Stadt Toronto passen will.

Es entspringt der Fantasie des Industriellen Henry Pellatt, der die Möbel für seine Residenz aus Europa einschiffen ließ. Über 300 Bauarbeiter arbeiteten zwischen 1911 und 1914 am Schloss. Es war zeitweise die größte private Residenz in Nordamerika. Sehenswert ist auch der große „Schlossgarten“ hinter dem Gebäude.

Pellatt hatte allerdings wenig Vergnügen am seinem Märchenschloss. Der durch Eisenbahnen reich gewordenen Industrielle verlor in den den 1920er-Jahren im Zuge der großen Wirtschaftskrise ein Großteil seines Vermögens und musste seine Casa Loma 1923 weit unter Preis verkaufen. Heute sind Schloss und Garten im Besitz der Stadt Toronto und können besichtig werden.

Toronto im Colorfulcities-Video:


Tipps, Touren, Ausflüge in Toronto

Hier eine Auswahl von Touren innerhalb Torontos. Mehr Infos, wenn Sie auf den Link klicken. Es gibt auch eine Möglichkeit, die Touren online vorzubuchen.

  • Mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus durch Toronto. Sehr empfehlenswert, weil das Ticket zwei Tage gültig ist, der Bus häufig fährt und an allen wichtigen Stationen in der Stadt hält
  • Geführter Rundgang durch den Distillery District, die ehemals größte Whiskey-Fabrik der Welt in herrlichen alten Backsteingebäiuden, mit Schokoladen- und Bierverkostung
  • Geführter Rundgang durch Chinatown und das multikulturelle Kensington Market

Tagestouren von Toronto zu den Niagarafällen

Zu den Niagarafällen und nach Niagara on the Lake gibt es zahlreiche Tagestouren von Toronto aus (Fahrtzeit knappe 2 Stunden). Hier eine Auswahl von Links zu angebotenen Touren:

Tipps für eine Rundreise durch Kanada

Ihr könnt euch wie ich alles allein zusammenstellen. Das ist mächtig Arbeit und kostet Zeit. Wer die nicht hat, kann auch eine Mietwagenrundreise buchen (Hotels und Auto sind dann vorgemacht). Angebote gibt es zum Beispiel bei DerTour. DerTour hat neben Auto-Reisen auch Zugreisen und organisierte Bustouren durch Kanadas Osten und die Provinz Ontario im Programm. In Kanada bietet sich natürlich auch eine Rundreise mit dem Camper/Wohnmobil an. Berge & Meer hat hier einige interessante Angebote.

Wohnmobile mieten: Wer ein Wohnmobil mieten möchte, kann das bei einem bundesweiten Anbieter wie Freeway Camper oder einem örtlichen Händler machen. Alternativ gibt es auch Internetseiten wie Paul Camper und Campanda, die Wohnmobile von privat an privat vermitteln. Die Seiten funktionieren ähnlich wie Ferienhaus-Portale und vermitteln den Wagen lediglich. Wer weltweit zum Beispiel in den USA oder in Australien ein Wohnmobil sucht, kann das zum Beispiel bei TUI Camper mieten. Der Vermieter bietet Wohnmobile in Europa, Afrika, Australien und Nord- und Südamerika an.

Text/Video/Foto (c) Michael Westerhoff

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