Die Mauer in Belfast

Die Mauer in Belfast

Von der Mauer in Berlin ist nicht mehr viel zu sehen. Das unterschiedet sie von der in Belfast. Die steht immer noch.

Auch wenn der Nordirland-Konflikt seit 1998 offiziell beigelegt ist, die Mauer zwischen den katholischen und den protestantischen wurde nicht abgerissen. Entlang der Mauer können Sie den. Nordirland-Konflikt noch genau spüren.

Die Mauer trennt die Stadtteile bis heute

Schon vor dem Mauerbau gab es Straßenzüge, die entweder zu mehr als 90% von Katholiken oder zu mehr als 90% von Protestanten bewohnt waren. Und zwar in unmittelbarer Nähe, sodass es immer wieder zu Straßenkämpfen zwischen beiden Gruppen kam. 1969 entschloss sich der nordirische Premier eine „Friedenslinie“ zwischen Shankil Road und Falls Road im Westen Belfasts ziehen zu lassen, um bewaffnete Auseinandersetzungen zu minimieren.

Zuerst bestand diese Linie nur aus ausgerolltem Stacheldraht, die von Polizei und Armee bewacht wurde. Später wurde Schritt für Schritt an dieser Stelle eine bis zu 7,50 Meter hohe Mauer gezogen, die bis heute die Stadtteile trennt. Die Mauer sollte schon mehrfach abgerissen werden, bisher ist aber nichts passiert. So bleibt die Mauer ein eindrucksvolles Mahnmal des Nordirland-Konfliktes.

Ein Wandgemälde (Mural) an der Mauer in Belfast

Die Mauer trennt die protestantischen Straßenzüge um die Shankil Road von den katholischen um die Falls Road. Am besten steuern Sie mit dem Mietwagen eine der Straßen an und stellen den Wagen einfach ab. Zu Fuß lassen sich die Mauer und die Murals am besten entdecken. Auch der Hop-On-Bus macht an Mauer und Murals Station (hier mehr Infos). Wer ganz tief in die Geschichte der Mauer eintauchen will, kann auch eine geführte Tour buchen.

Text/Fotos/Video (c) Michael Westerhoff

Die Mauer und Irland im Colorfulcities-Video:

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