18. Oktober 2021

Urban Farming – Gärtnern mitten in Frankfurt

Die GemüseheldInnen pflanzen motten in Frankfurt Gemüse an. Ihre Vision ist es, auch Tiere wie Hühner mitten in der Großstadt zu halten. Ein Gespräch über Urban Farming.

Juliane Ranck und ihre Frau sind Vorreiterinnen einer neuen Bewegung. Sie haben die GemüseheldInnen gegründet. Ein Urban Farming – Projekt, dem sich mittlerweile 250 Gärtner und Gärtnerinnen in der Frankfurt angeschlossen haben. Sie bauen in der Bankenmetropole mit seinen vielen Hochhäusern auf öffentlichen Flächen Gemüse wie Auberginen, Paprika oder Spinat an. U.a. im Günthersburgpark im Frankfurter Nordend.

Juliane Ranck schwebt vor, dass sich Großstädte in Zukunft größtenteils selber versorgen können. Das sei bereits im 19. Jahrhundert in Paris der Fall gewesen, erzählt sie mir im DSW21-Podcast zur urbanen Zukunft (siehe unten). Auch heute sei Paris ganz vorn in dieser Bewegung. Dort wird auf 40.000 Quadratmetern auf Dächern von Hochhäusern Gemüse angebaut. Keinesfalls eine Spinnerei von Aussteigern. Große Banken wie die BNP Paribas stellen Dächer zur Verfügung. In London bauen Gärtner Pflanzen in alten Bunkern an, in Berlin gibt es Fabrikhallen, in denen Salat gezogen wird.

Juliane Ranck will dabei mit dem Umland zusammenarbeiten. Dort soll insbesondere Getreide gepflanzt werden. Flächen dafür sind in der Großstadt kaum vorhanden. Über Tierzucht in der Stadt denkt Ranck nach. So wie früher Bergarbeiter im Ruhrgebiet sollen Familien wieder Hühner, vielleicht sogar Schafe halten.

Im Podcast hat mir Juliane darüber erzählt wie weit das Frankfurter Projekt ist, wo genau was angebaut wird, warum eher Gemüse als Obst gepflanzt wird, welche Vorbilder sie hat und was das Ziel des Urban – Farming – Projekt ist.

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