4. Dezember 2021

Tolo – ein Stück Kreta auf dem griechischen Festland

Das Badeort Tolo liegt am Meer. Aber nicht auf einer Insel, sondern auf dem Festland, genauer auf dem Peloponnes. Ohne Menschen von Kreta würde es Tolo aber nicht geben.

„Hier stammen alle Bewohner aus Kreta“, der Besitzer des Tolo-Hotels hat an diesem November-Abend Plauderwasser getrunken. Kein Wunder. Zu tun hat er jetzt im November nicht sonderlich viel. Es sind zwar noch immer 25 Grad, das Meer ist auch noch ganz angenehm. Aber Gäste kommen um diese Jahreszeit nur noch vereinzelt. Also erzählt er mir die spannende Geschichte des Ortes.

Fast alle Bewohner stammen von Kreta

Tatsächlich stammen fast alle Hoteliers und auch die meisten Inhaber von Geschäften, Restaurants und Bars in Tolo am Argolischen Golf aus Kreta. OK. Das ist schon etwas her. Als im 19. Jahrhundert Ägypten Kreta besetzte und in Besitz nahm, seien viele Menschen von Kreta nach Griechenland geflohen, erzählt der Hotelbesitzer. 1831 seien die Flüchtlinge dann alle von der Regierung im heutigen Tolo angesiedelt: „Wir sind also eigentlich ein kretischer Ort. Alle stammen irgendwie von den damaligen Kreta-Flüchtlingen ab“.

Das Hotel Tolo in Tolo

Zeitweise hieß Tolo sogar Minoa, benannt nach dem griechischen König Minos, der Legende nach ein Sohn des Zeus‘ und der Europa. Als Kreta 1913 wieder zu Griechenland gehörte, waren die meisten alten kretischen Familien längst auf dem Festland heimisch geworden. Und blieben in dem Ort, der seit 1916 offiziell Tolo hieß. Ironie der Geschichte: So wie die alte Heimat Kreta entwickelte sich auch Tolo zu einem Tourismusort.

50 Hotels – in der Nähe von Mykene

Heute gibt es rund 50 Hotels im Ort. Die meisten eher einfach mit zwei oder drei Sternen wie das Hotel Tolo. Doch in den vergangenen Jahren hat sich einiges getan. Das etwas in die Jahre gekommene Fischerörtchen versucht den Anschluss an moderne Standards zu finden. Es gibt bereits einige modernere Hotels, Cafés und gute Restaurants.

Tolo ist ein guter Ort, um von hier aus beispielsweise Mykene oder die alte Hauptstadt Nafplio/Nauplion zu besichtigen. Beide sind nur 20 bzw. 10 Kilometer entfernt. Wer bei einer Rundreise einen Ruhetag am Meer einlegen möchte, ist hier auch richtig. Der Strand ist nicht überall so schmal wie oben auf dem Bild. Es gibt auch größere Buchten, gute Restaurants und einige Ausflugsmöglichkeiten. Zum Beispiel Rundfahrten mit dem Schiff durch den Golf. Die vorgelagerten Inseln Korosoni und Romvi sind auch mit einem Tretboot zu erreichen.

Wohnmobile mieten: Wer ein Wohnmobil mieten möchte, kann das bei einem bundesweiten Anbieter wie Freeway Camper oder einem örtlichen Händler machen. Alternativ gibt es auch Internetseiten wie Paul Camper und Campanda, die Wohnmobile von privat an privat vermitteln. Die Seiten funktionieren ähnlich wie Ferienhaus-Portale und vermitteln den Wagen lediglich. Wer weltweit, also auch in Griechenland, ein Wohnmobil sucht, kann das zum Beispiel bei TUI Camper mieten. Der Vermieter bietet Wohnmobile in Europa, Afrika, Australien und Nord- und Südamerika an.

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