14. Juni 2024
USA

Das Capitol in Nashville besichtigen

Das Capitol überragt große Teile der Stadt. Ins Parlament von Nashville kann jeder einfach so reingehen und sich umschauen.

„Geht das bei euch in München auch so einfach?“, texte ich einer Freundin als ich im Capitol stehe. Einfach so ins Parlament reinmarschieren, sich in den altehrwürdigen Räumen umsehen, an der Tür des Gouverneurs vorbeigehen. In deutschen Landtagen undenkbar. Im Parlament in Nashville kein Problem.

Blick ins Parlament von Tennessee

Hier in Nashville muss ich am Eingang die Taschen ausleeren, durch einen Metall-Detektor gehen. Das war es. Drin bin ich im Parlament. Eintritt kostet das Capitol nicht. Das ist ein im griechischen Stil 1845 bis 1859 erbautes Gebäude, das damals wegen seiner Lage auf einem Hügel alles in Nashville überragte. Heute versperren von Richtung Broadway Hochhäuser den Blick auf das Landesparlament von Tennessee.

Eingang zum Büro des Gouverneurs (Flaggen der USA und von Tennessee)

Wenn ihr den kurzen Sicherheitscheck überstanden habt, könnt ihr euch frei bewegen. Auf die Tribünen der beiden Kammern, des Parlaments und des Senats gehen, in die alte Bibliothek des Gouverneurs marschieren oder vom Balkon auf das unter dem Capitol liegende Nashville blicken.

Die Front des Capitols

Neben dem Parlament gibt es einen kleinen Park. Hier liegt das Grab des 11. amerikanischen Präsidenten James K. Polk und seiner Frau. Polk war zuvor Gouverneur in eben jenem Capitol, neben dem er heute begraben ist. Von 1845 bis 1849 war er Präsident. Er starb 1849 an der Cholera. Außerdem sind im Park die Denkmäler zweier weiterer Präsidenten aus Tennessee zu sehen: Denkmäler von Andrew Jackson, Präsident zwischen 1829 und 1837 und Gründer der Demokratischen Partei, und Andrew Johnson, Präsident von 1864 bis 1869. Johnson folgte Lincoln nach, nachdem der bei einem Attentat getötet worden war.

In der Nähe: Bicentennial Park und Tennessee State Museum

Wenn Ihr vom Capitol Hill runterblickt seht ihr u.a. einen Park. Hier steht ein Glockenspiel, das jeder Stunde kurz den Tennessee Waltz bimmelt. Die 95 Glocken stehen für die 95 Countys des Landes. Außerdem gibt es in dem „Bicentennial Mall State Park“ u.a. eine begehbare Landkarte von Tennessee.

Das Denkmal für den siebten Präsident der USA Andrew Jackson im Park am Capitol

Der Spaziergang vom Capitol den Hügel herunter Richtung Park lohnt sich auch wegen zwei weiterer Sehenswürdigkeiten: Hier befindet sich das Tennessee State Museum, das die Geschichte des Bundesstaates von der Vorzeit bis heute zeigt. Daneben liegt der Farmers Market, auf dem es einerseits Lebensmittel gibt, andererseits aber auch kleine Souvenirgeschäfte und -Stände typische Waren und Handwerkskunst aus Tennessee verkaufen. Von Süßigkeiten bis zu Duftkerzen gibt es hier reichlich Mitbringsel für zuhause.

Im Hop-On-Hop-of-Bus durch Nashville: Die „Akropolis“ genauso wie die Belmont Mansion oder das Elvis-Studio zu Fuß recht weit von Downtown entfernt. Deshalb lohnt sich in Nashville die Fahrt mit einem Hop-On-Bus. Ihr könnt zwischen zwei Anbietern wählen: „Grayline“ hat diese typischen Doppeldecker-Hop-On-Busse: Unten geschlossen und oben Sitzplätze an der frischen Luft. Der Bus der Old-Town-Trolley-Tours ist geschlossen. Grayline fährt zum Stadion der Titans, der Trolleybus dagegen zur Belmont Mansion. Eine genaue Beschreibung der Unterschiede hier.

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