1. Mai 2026

Zeche Gneisenau in Dortmund: Kleine Halde – große Geschichte

Weg über die Halde in Derne

Die Zeche Gneisenau gehört nicht zu den bekannten „Stars“ unter den Industriedenkmälern im Ruhrgebiet. Dabei hält sie zwei Rekorde.

Colorfulcities-Leserin Janina hat mich auf diese Zeche aufmerksam gemacht. Danke dafür, Janina hat meine Liste mit den „schönsten Zechen im Ruhrgebiet“ gelesen und mich danach völlig zurecht darauf hingewiesen, dass die Zeche Gneisenau bei mir im Blog fehlen würde. Jetzt nicht mehr.

Das Wahrzeichen von Derne: Das Doppel-Fördergerüst

Das Bergwerk im Dortmunder Stadtteil Derne war einmal die größte Zeche Deutschlands. Vielleicht sogar Europas. Das war 1969/70. Damals förderte keine Zeche so viel Kohle wie diese. 6.300 Kumpel hatten hier Arbeit. Doch mit dem Glanz war es bald vorbei. 1985 erfolgte die Stilllegung. Ein Jahr vor dem 100. Geburtstag des nach einem preußischen General benannten Bergwerks.

Größte Zeche und ältestes Fördergerüst

Und noch einen Rekord hält das Bergwerk: Der Tomson-Block, das Gerüst auf Schacht 2 (im Foto unten: Das kleinere auf dem Backsteingebäude) ist das älteste erhaltene stählerne Fördergerüst im Ruhrgebiet. Es stammt von 1886. Der markante senkrechte Doppel-Förderturm über Schacht 4 , der 1933/34 erbaut wurde, ist heute das Wahrzeichen des Dortmunder Stadtteils Derne.

Blick von der Halde auf die übrig gebliebenen Rest der Zeche

Heute stehen nur noch die beiden Gerüste, die beiden Maschinenhallen bei Schacht 4 und die Halle mit dem Tomson-Block. Die Halde direkt davor ist inzwischen schön begrünt, hier kann man gut seinen Sonntagsspaziergang machen. Ansonsten stehen auf dem Zechengelände ein Supermarkt mit kleinem Einkaufszentrum, ein Caravan-Händler und zahlreiche Industriebetriebe. In einer der Maschinenhalle unter Schacht 4 führt das Dortmunder Standesamt Trauungen durch.


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