29. Mai 2026

Cancun, Playa del Carmen oder Tulum? Wo lohnt der Strandurlaub?

das Türkise Meer in Cancun

An der Riviera Maya gibt es die drei Badeorte Cancun, Playa del Carmen und Tulum. Doch welcher ist der beste?

Alle drei Badeorte an der Riviera Maya haben ins gemeinsam: Viele amerikanische Gäste, hohe Preise und ziemlich viel Party rund um Springbreak. Die drei Städte unterschieden sich. Hier die Stärke und Schwächen von Cancun, Playa del Carmen und Tulum.


Cancun

Info: Cancun ist der bekannteste Ort an der Riviera Maya. Zu Beginn der 1970er-Jahre haben hier etwa 100 Menschen gelebt. Heute sind es fast eine Million. Vom Großstadt-Trubel dürftet ihr allerdings wenig mitbekommen, denn die Hotels sind abseits der Großstadt in einer Hotel-Zone direkt am Strand gelegen.

Das spricht für Cancun

  • Wunderbare karibische Strände mit weißem Sand und türkisblauem Meer
  • Gute Hotelauswahl von nobel bis normal. Von Golf- bis Party-Hotel.
  • Kaum Seegras/Braunalgen
  • Kleine Maya-Stätte direkt in der Hotelzone
  • Die kleine Insel Isla Mujeres liegt direkt vor Cancun. Ein schönes Ausflugsziel
  • Die Maya-Stätte in Tulum ist mit Auto und Bus etwa zwei Stunden entfernt
  • Entlang der Hotelzone gibt es einen Radweg. Räder sind eine gute Alternative zum häufig vollen Bus
  • Mit Kindern super, weil ihr direkt am Strand seid und die Hotels schöne Pools haben

Das spricht gegen Cancun

  • Die Hotel-Zone liegt an einer lauten vierspurigen Straße. Das stört euch im Hotel nicht. Macht Bummeln aber nahezu unmöglich
  • Es gibt keine Strand-Promenade, auch keine Geschäftsstraße für den abendlichen Bummel. Ihr könnt nur ins Einkaufszentrum fahren
  • Die Preise sind amerikanisch hoch

Fazit: Cancun eignet sich für einen typischen Badeurlaub. Wer sich gern in seinem All-Inclusive-Hotel aufhält und den Tag am liebsten mit Strand und Pool verbringt, ist hier richtig. Wer von der deutschen See gewöhnt ist, abends noch einen Spaziergang entlang von Lokalen und Geschäften zu machen, hat hier ein Problem


Playa del Carmen

Playa del Carmen

Info: Das alte Fischerdorf war in den 1970er ähnlich unbedeutend wie Cancun. Im Grunde war es nur der Hafen für Überfahrten nach Cozumel. Playa del Carmen wurde als Alternative zu Cancun aufgebaut. Eine zeitlang war der Ort sehr beliebt bei deutschen Touristen. Wegen des häufig angespülten Seegrases bleiben Deutsche aber zunehmen weg.

Das spricht für Playa del Carmen

  • Hier könnt ihr abends über in einer kilometerlangen Fußgängerzone bummeln und essen gehen
  • Schöne Strände, aber viel Seegras
  • Ausflüge nach Cozumel starten am Hafen
  • Preiswerter als Cancun
  • Wenn ihr gern mit Kindern am Pool seid, ist Playa del Carmen super. Zumal (siehe nächster Punkt) es viele Wasserparks in unmittelbarer Nähe gibt.
  • Tulum ist sehr nah, Wasserparks wie Xcaret auch

Das spricht gegen Playa del Carmen:

  • Häufig zu viel stinkendes Seegras
  • Vieles ist runtergerockt
  • Die Verkäufer, die dir auf der Hauptstraße etwas von der Massage bis zum Tequila andrehen wollen, sind sehr laut und anstrengend
  • Weil viele in All-Inclusive-Hotels sind, ist die Restaurant-Auswahl nicht so groß

Fazit: Playa del Carmen ist etwas runtergerockt. Wegen des vielen Seegrases ist zuletzt nicht mehr so viel investiert worden. Die vorgelagerte Insel Cozumel mit algenfreien Stränden kann eine Alternative sein. Ansonsten müsst ihr euch nicht langweilen. Ausflugsziele wie Tulum und Cozumel sind nah. Auch zu Wasserparks wie Xcaret ist es nicht weit.


Öffentlicher Strand in Tulum – am Strand liegt sehr viel Seegras

Tulum

Info: Tulum ist der neueste Schrei an der Riviera Maya. Auf Instagram werdet ihr viele Fotos von wunderbaren Küstenabschnitten und hippen Partys finden. Tulum ist die schickere Variante von Cancun. In erster Linie gibt es Hotels mit eigenen Strandabschnitten und Beach Clubs

Das spricht für Tulum

  • Ausgrabungsstätte im Ort
  • Schicke neue Hotels und Beach-Clubs
  • Fantastische Strände, aber leider (siehe unten) mit sehr viel Seegras
  • Hippe Bars und Boutiquen
  • Trend-

Das spricht gegen Tulum

  • Seegras, Seegras, Seegras. Tulum hat häufig ein großes Problem mit stinkenden Braunalgen
  • Die Hotels liegen nebeneinander an einer lauten Straßen. Bürgersteig Fehlanzeige
  • Der Ort, der abseits der großen Strandhotels etwas im Landesinnern liegt, ist scheußlich. Wenn ihr dort ein Hotel bucht, ist es preiswerter, aber leider weit weg vom Strand
  • Teilweise irre hohe Hotelpreise. US-Niveau

Fazit: Tulums Strände wären traumhaft, wenn nicht so häufig stinkendes Seegras dort liegen würde. Die Innenstadt könnt ihr vergessen. Wenn ihr gern in einem Beach Hotel seid und Hippe Boutiquen und Partys mögt, seid ihr hier richtig. Für Familien nicht unbedingt geeignet.


Geheimtipp: Es gibt noch einen Geheimtipp ganz südlich an der Karibikküste: Mahahual. Ein kleiner Karibik-Ort mit breiten Stränden. Hierhin kommen fast nur einheimische Touristen. Und von montags bis freitags zeitweise Europäer und Amerikaner, die mit dicken Kreuzfahrtschiffen anlegen. Hier mehr über Mahahual.

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