Selten ist ein Hotel ein Wahrzeichen. In Taipeh schon. Das in den 1950ern errichtete Grand Hotel.
Ein knallrotes Haus ragt aus den Bäumen am Rand von Taipeh. Es sieht wie ein übergroßes traditionelles chinesisches Gebäude aus. Wer in der Metro Richtung Tamsui sitzt, fragt sich unweigerlich: Was ist das für ein Haus? Das Grand Hotel von Taipeh.
Unterirdische Gänge
Als die Republik China (Taiwan) nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde, gab es kein schickes 5-Sterne-Hotel, in dem die Regierung Staatsgäste beherbergen konnte. Also gab sie den Bau des 14-stöckigen Hotels in Auftrag. Heute gibt es dort 489 Zimmer und 58 Suiten. Unter dem Hotel gibt es zwei 180 Meter lange unterirdische Gänge. Sie führen zu einem Luftschutzbunker, der auch bei Atomangriffen schützen soll.