3. Juni 2026

Der Radweg „Rheinischer Esel“ im Ruhrgebiet

Der Rheinische Esel in Witten

Der Radweg „Rheinischer Esel“ ist ein schöne alte Bahntrasse im Ruhrgebiet, auf der ihr heute mit dem Rad fahren könnt.

Ein alter Bahnsteig, einige Schienen und viele Kunstwerke rechts und links. Der Rheinische Esel ist eine schön hergerichtete alte Bahnstrecke zwischen Dortmund, Witten und Bochum, auf der ihr heute mit dem Rad fahren könnt. 13 Kilometer lang. Weitgehend flach.

Streckenverlauf

Die Strecke startet (oder endet) an der Hellerstraße in Dortmund-Löttringhausen und endet etwas abrupt in Bochum-Langendreer an der Oberstraße. Den Verlauf könnt ihr auf der Karte unten gut sehen. Wenn ihr den Einstieg an der Bahnlinie in Löttringhausen gefunden habt, müsst ihr nur noch Tram,püelnn und nicht mehr aufs Navi achten.

Euch wird auffallen, dass es zwei unterschiedliche Beläge gibt. Der Teil von Dortmund nach Witten ist mit einer festen Kiesschicht bedeckt, der ab Bochum ist asphaltiert. Es handelt sich dabei um zwei Bauabschnitte, deswegen sehen die auch etwas anders aus. Im neueren asphaltierten Abschnitt sind beispielsweise Kilometerangaben auf den Asphalt gemalt.

Alte Bahnsteige erhalten

Auf dem Weg kommt ihr an alten Bahnsteigen wie in Witten-Annen-Süd vorbei. Insbesondere auf Wittener Stadtgebiet stehen viele Skulpturen aus Bronze. Und ein riesiger Esel auf Stelzen (siehe Foto ganz oben). Ihr kommt an Fabriken, Schulen und Wohnhäusern vorbei. Die Bahntrasse nutzen neben Radfahrern auch Jogger und Spaziergänger sehr gern.

Alter Bahnsteig am Radweg

Die 1880 eröffnete Bahnstrecke gehörte ursprünglich der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft. Sie transportierte hauptsächlich Kohle und Arbeiter zu den zechen. Es gab aber bis 1979 auch klassischen Personenverkehr. Ein Großteil der Strecke wurde 1982 stillgelegt, ein Teil aber erst 2004. Das erklärt die beiden Bauabschnitte.

Skulptur am Rande des Rheinischen Esels
Woher stammt der Name „Rheinischer Esel“?

Die Strecke liegt komplett in Westfalen, heißt aber „Rheinischer Esel“. Das verwundert manch einen Einheimischen. Das Wort stammt von der „Rheinischen Eisenbahn“. Schwieriger ist es mit dem Wort „Esel“. Dafür gibt es mehrere Erklärungen. Auf den Zügen sollen häufig bepackte Marktfrauen gefahren sein. Deshalb soll die Strecke im Volksmund „Esel“ genannt worden sein. Eine andere Erklärung kommt von den grauen Dampfloks, deren Pfeifen an das „IA“ des Esels erinnert haben soll.

Andere Bahntrassen zum Radfahren

Im Ruhrgebiet sind zahlreiche andere alte Bahnstrecken zu Radwegen umgebaut worden. Zum Beispiel die Seilbahntrasse in Lünen, die Glückauftrasse zwischen Hattingen und Wuppertal oder die Erzbahntrasse in Bochum. Da die meisten Strecken für den Kohlentransport gebaut wurden, seht ihr entlang der Radwege viele alte Fördergerüste von Zechen.

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