Von der Altenburg habt ihr einen super Blick auf Bamberg. Auf der Burg könnt ihr auf einen Turm gehen und auf Mauern rumlaufen.
Im Reiseführer Bamberg steht die Burg unter „ferner liefen“, auch die Stadt macht nicht sonderlich Werbung für diese ganz besondere Sehenswürdigkeit auf einem der sieben Bamberger Hügel. Dabei gehört die Altenburg zu den tollsten Gebäuden, die ihr in der Stadt besichtigen könnt.

Allerdings m müsst ihr erstmal auf die Burg kommen. An diesem sonnigen Sonntag quälen sich einige keuchende Menschen den Weg hoch, Radfahrern hängt die Zunge raus. Der Weg aus der Altstadt ist nicht weit. Nur zwei Kilometer, aber es geht kontinuierlich bergauf. Etwa 25 Minuten seid ihr vom Alten Rathaus bis zur Burg unterwegs (Alternativen zum Fußweg könnt ihr ganz unten lesen).
Blick auf Bamberg und ins Land
Ihr werdet für den Aufstieg aber gut belohnt. Schon auf der Strecke habt ihr an einigen Stellen einen fantastischen Blick auf den Bamberger Dom und die Stadt. Von oben könnt ihr rundum schauen. Auf die Stadt und das umliegende Bamberger Land.

Auch die Burg ist spannend. Ihr könnt zum Beispiel auf den 33 Meter hohen Bergfried gehen. Es führt eine schmale Wendeltreppe mit 165 Stufen nach oben. Auch auf die Mauer und einen zweiten Turm könnt ihr gehen. Auf dem Gelände befindet sich zudem ein schöner Biergarten, indem es auch warme fränkische Speisen gibt.
Ehe-Probleme treiben E.T.A. Hoffmann auf die Burg
Auf der Burg hat der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann, der von 1808 bis 1813 in Bamberg lebte, viel Zeit verbracht. Er bewohnte eine Kammer, die heutige E.T.A. Hoffmann – Klause. Ehestreitigekiten mit seiner Frau soll Hoffmann auf die Burg getrieben haben. Die Gattin soll sauer gewesen sein, weil der Dichter sich in eine andere Frau verliebt hatte, die aber seine Liebe nicht erwiderte.

Bereits 1109 stand hier auf dem Bamberger Hügel eine Burg. Zwischen 1305 und 1553 bauten die Fürstbischöfe von Bamberg die Burg schrittweise zu einem zweiten Residenzsitz aus. Allerdings wurde die Burg im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 zerstört. Wie die Burg einmal ausgesehen hat, seht ihr auf dem Gemälde, das im historischen Museum in Bamberg hängt.

Was ihr heute seht, ist weitgehend ein Wiederaufbau bzw. ein Neubau aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Das Hauptgebäude hat beispielsweise ein Schuhfabrikant ab 1900 bauen lassen. Der Bergfried und auch die kleine Kapelle am Eingang der Burg stammen noch aus der ersten Bauphase ab 1109.
Weg zur Burg
Wenn ihr nicht zu Fuß gehen wollt, habt ihr zwei Alternativen. Einen Teil der Strecke könnt ihr mit dem Linienbus fahren. Direkt bis nach oben kommt ihr mit der 6-Hügel-Tour, einem blauen Hop-on-Bus, der auf dem Domberg startet. Die Gebäude könnt ihr nicht besichtigen. Wenn ihr den Turm besteigt, könnt ihr unten eine Spende für den Altenburgverein, der sich um die Restaurierung und den Betrieb kümmert, in eine Kiste werfen.