Valladolid ist eine der am besten erhaltenen Kolonialstädte Lateinamerikas. Und die Hauptstadt der Cenoten.
Die Sonne knallt vom Himmel. 35 Grad. Hier im Landesinneren ist es wesentlich heißer als an der Karibikküste in Cancun oder Playa del Carmen. Eigentlich müsste man mit dem gut klimatisierten Auto fahren. Das wäre aber viel zu schade für diese wunderbare Kolonialstadt.

Hier reiht sich ein hübsch restauriertes Haus ans nächste. Im gesamten Innenstadtbereich. Es lohnt sich also trotz Hitze zu Fuß unterwegs zu sein. Auf allen Wegen zum zentralen Platz bei der Kathedrale stehen historische Kolonialhäuser. Umwerfend. Ähnlich viele Häuser findet ihr in Mexiko nur noch in Merida.

Am Platz der Kathedrale lohnt es sich bis zum Einbruch der Dunkelheit zu warten. Die Zwischenzeit könnt ihr gut mit einem Cocktail oder einem Essen auf dem Dach eines Restaurants am Platz überbrücken. Und einfach das tolle Ambiente genießen.
Lichtshow an der Kathedrale
Ihr solltet auf jeden Fall bis zur Dunkelheit warten. Es gibt nämlich gegen 21 Uhr ein wunderbares Mapping auf der Kathedrale. Eine tolle Lichtshow auf der Fassade der Kathedrale. In bunten Bildern wird die Geschichte der Stadt und der Maya erzählt. Sehr sehenswert.

Eine solche Show gibt es auch am Kloster Convento San Bernardino de Siena. Das Kloster an sich ist sehenswert. Die Show sowieso. Das Kloster ist nur eine Viertelstunde zu Fuß von der Kathedrale.
Calle 41A nicht verpassen
Dabei kommt ihr durch die Calle 41A (heißt auch „Calz. de los Frailes“). Eine zauberhafte Straße mt vielen Kolonialhäusern, modernen Cafés, Kunsthandwerk- und Souvenirläden. Zudem gibt es hier zahlreiche Restaurants, in denen ihr gut und preiswerte mexikanisch essen könnte.

Ein weiteres Highlight von Valladolid ist die innerstädtische Cenote Zaci. Andere Städte haben ein Freibad, Valladolid seine eigene Cenote. Eine eingestürzte Höhle, die die Maya früher genutzt haben, um Trinkwasser zu holen. Heute könnt ihr dort von Felsvorsprüngen ins Wasser springen oder einfach nur schwimmen.
Cenote mitten im Ort
Valladolid ist ohnehin Cenoten-Land. Hier findet ihr einige tolle Höhlen. Sehr schön und kaum besucht ist die etwas abgelegene Cenote Xcanahaltun. Eine tolle Cenote, in der ihr häufig allein schwimmen könnt. Bekannter ist die Cenote Oxman, die auch von vielen Reisebussen angefahren wird. Sie ist deshalb etwas voller als andere.

Apropos Reisebusse: Valladolid ist ein sehr ruhige Stadt, in der nicht viele Touristen unterwegs sind. Nur am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr gibt es einen Ansturm von Touristenbussen am zentralen Platz. Das liegt daran, dass Touren nach Chichen Itza häufig in Valladolid Station machen, Das ist etwas etwas lauter und hektischer im Zentrum.
Guter Ausgangspunkt für Chichén Itzá
Wer selber mit dem Auto nach Chichen Itza will, für den bietet sich Valladolid als Zwischenstopp mit Übernachtung an. Von hier sind es etwa 2,5 Stunden bis zur Ausgrabungsstätte. Wenn es zeitlich passt, gönnt euch auch einen oder zwei Tage in Valladolid. Das lohnt sich.