Zu den Highlights auf Spitzbergen gehört ein Ausflug zum Gletscher. Mit dem Boot kommt ihr nah an den Isfjord.
Es kracht und ein riesiger Eisstück fällt vom Gletscher ins Wasser. Wer nach Longyearbyen auf Spitzbergen fährt, der will in der Regel auch in den Isfjord, den spektakulären 100 Kilometer langen Fjord, der einige Kilometer vor Longyearbyen liegt. Wenn Ihr Glück mit dem Wetter habt, könnt ihr schon aus dem Flugzeug einen Blick erhaschen.

Mit dem Boot geht es aus der größten (und einzigen) Stadt Spitzbergens zum Isfjord. Ihr habt die Wahl zwischen unterschiedlichen Schiffen: Im geschlossenen kleineren Boot für etwa 12 bis 15 Personen, im offenen Schlauchboot und mit einem etwas größeren Ausflugsboot, einem Katamaran.
Mit Katamaran oder Schlauchboot zum Gletscher
Dieser Katamaran hat den Vorteil, dass ihr ganz ruhig im Hybridboot rüber schippert. An Bord gibt es Essen und Getränke. Zwischendurch erzählen euch die Reiseleiter spannende Geschichten über Spitzbergen, den Bergbau, Walfänger und natürlich den Fjord mit den spektakulären Eisbergen. Das das Boot nicht allzu groß ist, fährt es relativ nah an den Eisberg.

Noch etwas näher kommt ihr mit den Schlauchbooten ans Eis. Die fahren zwischen den Eisschollen, die vom Gletscher abgebrochen sind, her, deshalb können sie noch näher ran. Auf diesen Touren könnt ihr manchmal auch Tiere sehen. bei mir hat beispielsweise eine Robbe das Boot umkreist. Garantien gibt es aber keine.
Robben und Walrösser am Gletscher
Eine der Touren nennt sich Walross-Tour. Wer die Tiere sehen will, kann das aber auch ganz gut auf dem Festland. Bei mir ist schon der Flughafen-Bus vorbei und hat einen kurzen Stopp gemacht. Auch wenn Ihr eine Bustour durch den Ort oder eine Besichtigung der Grube 3 gebucht habt, macht der Bus häufig Halt hier.

Doch zurück zu den Touren zum Isfjord. Für den Rücken ist die Fahrt mit dem Katamaran die angenehmere Variante. Außerdem ist es wärmer an Bord. Abenteuerlicher sind die Fahrten mit den Schlauchbooten. Und ihr kommt näher ans Eis.
22 Kilometer langer Gletscher
Im Fjord gibt es mehrere Gletscher. Der größte, der unter den Namen Borea oder Borebren bekannt ist, ist 22 Kilometer lang. In der Regel fahren die Schiffe zu diesem Gletscher.

Diese Touren sind wie alles auf Spitzbergen teuer. In der Regel haben sie unterschiedliche Namen, fahren aber alle zum Isfjord. Es lohnt sich zu fragen, wohin es geht. Sonst bezahlt ihr viel Geld für ähnliche Touren.
Die Boote brauchen je nach Wetter 1,5 bis zwei Stunden von Longyearbyen zum Fjord. Die Schlauchboote schaukeln mehr. Seekrank ist bei mir aber niemand geworden. In der Regel fahren die Schiffe eine Stunde durchs Eis und kehren dann um.
Auf dem Rückweg gehts noch am verlassenen Barentsburg vorbei. Wer eine gute Kamera hat, kann dort Papageientaucher (auf englisch Puffins) fotografieren. Die sind aber wesentlich kleiner als ich erwartet hatte. Bei allen Touren werdet ihr vom Hotel abgeholt und auch wieder dorthin gebracht. Einfach vor dem Hotel auf den Bus warten.