7. November 2026

Die Welt-Saatgut-Tresor Global Seed Vault auf Spitzbergen

Der unspektakuläre Eingang zum Global Seed Vault
Der unspektakuläre Eingang zum Global Seed Vault

Hier sollen Samen Kriege und Naturkatastrophen überleben. Im Saatgut-Tresor Global Seed Vault auf Spitzbergen. Ihr könnt hinfahren.

Der Saatgut-Tresor ist vermutlich eine der Sehenswürdigkeiten auf der Welt, bei der es am wenigsten zu sehen gibt. Trotzdem strömen täglich tausende Besucher zum Global Seed Vault am Rande von Longyearbyen auf Spitzbergen. Dabei gibt es dort kaum was zu sehen.

Aber von vorn. Das Samen-Archiv wurde 2008 eröffnet. Hier lagern mehrere Millionen Pflanzensamen aus der ganzen Welt. Von jeder Sorte 500 Samen. Unter dem Strich also ein paar Milliarden Samenkörner. Die Idee dahinter: Auf Spitzbergen herrscht Permafrost, der Boden ist also dauerhaft gefroren. In diesem Permafrost-Baden lagern die Samen sicher.

Mehr als diese beiden Gebäude seht ihr nicht

Selbst wenn auf der Welt ein Atomkrieg ausbrechen oder sich eine Naturkatastrophe ereignen würde, hier würden die Samen überleben. Das ist auch nützlich, falls eine Pflanze ausstirbt, denn sie kann mithilfe der auf Spitzbergen gelagerten Samen wieder neu gezüchtet werden. Alle wichtigen Lebensmittel von Reis bis Kartoffeln lagern hier auch. Im Fall einer Hungersnot nach einem Krieg könnten die Pflanzen nachgezüchtet werden.

Gleich nebenan in der Grube 3 gibt es noch einen kleinen Bruder des Saatgut-Tresors. Das skandinavische Saat-Archiv. Hier lagern die Samen von Pflanzen, die in den Nordländern wachsen. Hier könnt ihr etwas mehr sehen als beim Global Send Vault. Zwar lagert das Saatgut hier auch hinter einer dicken Tür, aber immerhin steht davor eine Kiste mit Samen-Päckchen, sodass man sich vorstellen kann wie die gelagert sind. Das skandinavische Saatgut-Archiv könnt ihr bei einer Besichtigung des stillgelegten Bergwerks Grube 3 sehen.

Solche Samenbeutel sind hinter der Tür in Grube 3 gelagert

Nicht besichtigen, Touren GYG, zwei Gebäude


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