Das französische Viertel in Shanghai

Platz im französischen Viertel

Bäume, kleinere Häuser, gemütliche Cafés und ausnahmsweise keine Hochhäuser. Kann das Shanghai sein? Ja. Das französische Viertel.

Fast 100 Jahre besaßen die Franzosen eigenes Land in Shanghai. Hier galt französisches Recht, kein chinesisches. Nach dem verlorenen Opiumkrieg musste China Teile der Hafenstadt Shanghai an ausländische Mächte abtreten. Die Briten bekamen den Bund, dem schlossen sich später Japaner und Amerikaner an. Die Franzosen blieben unter sich im eigenen Viertel, der so genannten französischen Konzession. Von 1847 bis 1946. Fast genau 100 Jahre.

Schmale Gassen statt breiter Straße

Heute ist das französische Viertel eine kleine Oase in der hektischen Metropole Shanghai. Mit Restaurants, Cafés und kleinen Boutiquen. Kleine Apartment-Häuser und Kolonialvillen statt Wolkenkratzer. Wer durchs französische Viertel schlendert, fühlt sicher eher in Europa als in China. Ein Besuch ist eine schöne Abwechslung. Ausgerechnet hier bei den Franzosen wurde 1921 (illegalerweise) die Kommunistische Partei Chinas gegründet. Die Gründungsstätte kann besichtigt werden.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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