10x Originelles China

Alter Mann transportiert Altpapier in Shanghai

Andere Länder… Sie wissen schon. China ist schon sehr anders als Europa. Hier ein paar originelle Beispiele von der Karaoke-Telefonzelle bis zu elektronischen Anzeigern für freie Toiletten.


1. Handwärmer am Moped

Handwärmer

Heizung an und warten bis es warm wird. Im Auto ist das einfach. Da viele Chinesen aber mit dem Moped oder dem Roller zur Arbeit fahren, haben sie sich was gegeben kalte Morgen-Fahrten ausgedacht. Die Handwärmer fürs Lenkrad, wahlweise auch als Ganz-Moped-Kondom mit Decke und Handwärmer zu haben. Die Roller sehen dann ungefähr wie ein Hund mit Mäntelchen aus. Aber egal. Hauptsache warm.


2. Die WLAN-Telefonzelle

Eine WLAN-Telefonzelle

Bei uns sind Telefonzellen weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden. In China wurden sie einfach umfunktioniert. Zu WLAN-Hotspots mit Internet.-Empfang.


3. Toiletten-Ampel

Ampelsystem für öffentliche WCs

Auf die Tür schauen, ob das Klo besetzt ist oder nicht? In China nicht notwendig. Da hängen große Displays vor Toiletten wie hier auf dem Bahnhof in Shanghai.


4. Lastenträger

Lastenträger auf dem Markt in Chongquing

Dieses Bild vom Chinesen kennen wir in Deutschland. Hütchen auf, ein Balken über die Schulter und links und rechts Waren aufgeladen. Diese Art Lasten zu transportieren hat sich auch im Auto-Zeitalter erhalten. Dieser Mann auf dem Markt in Chongquing transportiert für seine Chefin, eine Köchin im Restaurant, frisches Gemüse. Auch das Fahrrad ist ein beliebtes Transportmittel für Waren wie das Foto ganz oben zeigt.


5. Lebendige Tiere

Lebende Frösche auf dem Markt in Chongquing

Auf einem Foto leider schlecht zu sehen: Die Frösche im Netz leben. So wie vieles auf dem Markt in Chongquing. Fische schwimmen in viel zu kleinen Plastik-Schüsseln. Als Europäer dreht sich der Magen auf den Märkte in China um. Gesehen haben sollte man sie trotzdem. Hunde habe ich übrigens nicht entdeckt. Offiziell ist der Verzehr von Hunden und Katzen in China verboten, auf den Dörfern werden sie natürlich trotzdem weiter verspeist. Früher gab es auch auf dem Markt in Chongquing welche zu kaufen.


6. Heiratsmarkt

Eltern suchen im Park Partner für ihre Kinder

Parship? Tinder? Alles Quatsch. Chinesen gehen sonntags in den Park, um für ihre Kinder einen Partner zu finden. Es ist ein Makel in China, mit über 30 noch nicht verheiratet zu sein. Also machen sich die Eltern für ihre Kinder auf die Suche. Die einen legen Zettel aus, um ihre Söhne und Töchter anzupreisen, andere Eltern ziehen an den Zetteln vorbei, um einen geeigneten Partner zu finden. Heiratsmarkt auf chinesisch. Hier gibts die ganze Story dazu.


7. Verbotsland China

Schild in einem Park in Peking

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dieses Schild steht an einem Park in China. Mal suchen, ob im Park wenigstens atmen erlaubt ist. Alles andere scheint verboten. Nicht nur in diesem Park. China ist das Land der Verbote. Was richtig oder falsch ist, bestimmt die Partei.


8. Überwachungsstaat

Kamerawagen in einem Einkaufszentrum in Shanghai

So viele Verbote wollen auch kontrolliert werden. Da kennt der Chinese gar nichts. An fast jeder Ampel und an vielen Laternen hängen in den großen Städten Kameras. Wo viele Menschen unterwegs sind wie in der Altstadt von Shanghai stehen Überwachungsbusse (siehe Bild). auf dem Dach sind zahlreiche Kameras installiert, im Bus sitzen Polizisten, die auf Motoren beobachten, was die Menschen draußen treiben.


9. Fitness und singen

Fitness im Park in Peking

Zwei Sachen sind in Parks in China nicht verboten, sondern sogar erwünscht. Sport und singen. Sonntags treffen sich die Chinesen im Park, um an Fitnessgeräten Übungen zu machen. Das ist noch hauptsächlich Männersache, die Frauen treffen sich im selben Park, um miteinander zu singen. Beides können Sie auch im Video über Peking sehen (ab circa Minute 1.30).

Peking im Colorfulcities-Video

10. Karaoke-Telefonzellen

Karaoke-Telefonzelle in Peking

Wer nicht singen kann, der blamiert sich leicht beim Karaoke. Nicht die Chinesen. Bei denen gibt es Karaoke-Telefonzellen, in denen man allein oder zu zweit schief vor sich hinsingen kann, ohne dass es jemand hört. Und wenn es dann wider Erwarten doch gut war, lässt sich die Karaoke-Maschine mit dem Smartphone verbinden und das Kunstwerk in sozialen Medien hochladen. Die Karaoke-Zellen gibt es schon seit 2013, meistens stehen sie an Bahnhöfen oder in Einkaufszentren.

Text/Video/Fotos (c) Michael Westerhoff

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