Mit der Seilbahn zu Roosevelt Island

Blick aus der Seilbahn auf die Straßenschluchten

Roosevelt Island gehört zu den weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in New York. Die Insel liegt direkt bei der UNO und ist praktisch mit einer Seilbahn erreichbar.

Der Weg ist schon das (halbe) Ziel. Der Blick aus der Seilbahn in die Straßenschluchten von New York ist grandios. Aus 70 Meter Höhe sehen die gelben Taxis wie Spielzeugautos aus. Viele fahren wegen des Blicks einfach nur hin und zurück mit der Seilbahn, ohne auf Roosevelt Island auszusteigen.

Seilbahn in der Station auf Roosevelt Island

Roosevelt Island – inmitten des East Rivers – ist eine Oase der Ruhe im hektischen New York. Nur leise dringen Motorengeräusche und das Hupen der Autofahrer auf die zwar drei Kilometer lange, aber nur 240 Meter breite kleine Insel zwischen Manhattan und Queens. Auf der Insel fährt ein Linienbus, der Sie einmal rund über die Insel fährt.

Der interessanteste Teil befindet sich jedoch im Süden. Südlich der Queensboro – Bridge. Fußläufig von der Seilbahnstation erreichbar. An einem Forschungscenter der indischen Firma Tata geht es Richtung Four Freedoms Park an der Spitze der Insel, von dem Sie einen herrlichen Blick auf UNO-Gebäude und Manhattan haben (siehe Foto unten). Benannt wurde der Park nach einer Rede des US-Präsidenten Roosevelt 1941.

Blick von Roosevelt Island auf die Queensboro Bridge

Auf dem Weg kommen Sie an der Ruine des Smallpox Hospitals vorbei. Das ehemalige Pocken-Krankenhaus der Stadt. Ursprünglich hieß die Insel auch „Welfare Island“ (deutsch: Wohlfahrtsinsel), weil sich hier zahlreiche Hospitäler aber auch ein Gefängnis befand. Die wurden inzwischen aber alle in andere Ecken der Stadt verlagert.

In den 1960er-Jahren entschieden sich die New Yorker Stadtplaner, Roosevelt Island als Wohnstandort zu entwickeln. Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan und die Schauspielerin Sarah Jessica Parker („Sex and the City“) haben hier zeitweise gelebt. Heute leben auf der kleinen Insel 14.000 Menschen.

Blick vom Four Freedoms Park auf die UNO

Ursprünglich sollte die Seilbahn ein Provisorium sein, um die Insel schnell an Manhattan anbinden zu können. Dort entstanden in den 1970er-Jahre erste Wohnhochhäuser, ohne dass es einen U-Bahn-Anschluss gab. Der Bau der Metro verzögerte sich bis 1989. In der Zwischenzeit hatte sich die Seilbahn so etabliert, dass sie nicht wieder abgebaut hatte. Heute fahren jährlich über 30 Millionen Passagiere mit der „Roosevelt Island Tramway“ wie sie offiziell heißt.

Die Station auf Manhattaner Seite startet an der Kreuzung 60th Street/2nd Avenue (etwas oberhalb der UNO und auf Höhe des Central Parks). Die Bahn gehört zwar offiziell nicht zum New Yorker – U-Bahnnetz, kann aber mit einer Metro-Tageskarte kostenfrei genutzt werden. Eine Einzelfahrt kostet genauso viel wie eine Einzelfahrt mit der Metro.

Das alte Smallpox Hospital

Die Metrostation Roosevelt Island liegt etwas nördlicher als die Seilbahn, ist aber gut ausgeschildert. Sie können auch mit der U-Bahn hin und zurück. Hier fährt die Linien F, die von der Jamaica Station in Queens durch ganz Manhattan bis nach Brooklyn fährt.

Die Seilbahn und Roosevelt Island im Video:

Roosevelt Island inklusive Seilbahnfahrt im Video

Text/Video/Fotos (c) Michael Westerhoff

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