Der Sommerpalast des Kaisers

Tor am Sommerpalast

Schon zu Zeiten des Kaisers war Peking im Sommer eine heiße und stickige Stadt. Deshalb verbrachte der Kaiser den Sommer etwas außerhalb der Pekinger Innnestadt.

Kaiser Qianlog wollte seiner Mutter das feucht-heiße Sommerklima nicht mehr zumuten. Also schenkte er zum 60. Geburtstag einen Palast. Das war um 1760. 100 Jahre diente der Palast der Erholung der kaiserlichen Familie. Bis die Franzosen ihn im Opiumkrieg 1860 zerstörten.

Das steinerne Schiff auf dem See am Sommerpalast

Die Mutter des letzten Kaisers Cixi ließ den Palast 1885 wieder aufbauen. Weil bei Kaisers das Geld knapp war, zwackte sie etwas ab, das eigentlich zum Flottenbau gedacht war. Daran erinnert das steinerne Schiff auf dem Gelände. Lange konnte sich Cixi aber nicht am Sommerpalast erfreuen. 1900 wurde er erneut zerstört. Diesmal von den Briten als Racheaktion für den Boxeraufstand. Und er wurde auch diesmal wieder aufgebaut.

Heute dient das Gelände vielen Chinesen in den heißen Sommern als Naherholungsgebiet. Hier lässt sich schön durch historische Anlagen und am See spazieren gehen. Über den See fahren Ausflugsboote. Das Gewässer war früher direkt über Kanäle mit der Verbotenen Stadt verbunden, sodass der Kaiser gemütlich mit dem Bötchen zum Sommerpalast fahren konnte.

Text/Fotos/Video (c) Michael Westerhoff

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