29. September 2022

Saudia – Fliegen mit Schutz des Propheten

Saudia ist eine der ungewöhnlichsten Fluggesellschaften der Welt. Allah, der Prophet und der Koran fliegen immer mit. Sogar einen Gebetsraum gibt es.

„Vor dem Start hören Sie ein Gebet, das Mohammed gebetet hat, wenn er auf Reisen ging“, sagt eine Stimme aus dem Lautsprecher des Saudia-Flugzeugs. Ein Ritual. So startet jeder Flug bei der staatlichen saudischen Fluglinie. Nach der Ansage folgt eben jenes Gebet. Auf Langstreckenflügen gibt es sogar einen Gebetsraum inmitten des Flugzeugs. Dafür verzichtet die Airline sogar auf Sitze, die sie verkaufen könnte. Auf der Nase des Flugzeug begrüßt ein „God bless you“ die Passagiere. Und auf den Bildschirmen an den Sitzen sind neben den größten Orten auch wichtige Moscheen eingezeichnet. Saudia – die heiligste aller Fluggesellschaften.

Saudia-Flugzeug auf dem Flughafen in Ha’il

Die Geschichte der Airline begann mit einem Geschenk: Der amerikanische Präsident schenkte dem damaligen saudischen König 1945 eine Douglas DC-3, das erste Flugzeug der Saudia. Heute hat die Gesellschaft über 150 Maschinen, die zu über 100 Zielen fliegen. Bereits seit den 1960ern fliegt die Fluggesellschaft nach Frankfurt, seit den 1980ern auch nach New York. Sie gehört wie KLM und Air France zum Verbund „Sky Team“. Seit 2016 betreibt Saudia auch eine Billigfluglinie, die sich „flyadeal“ nennt.

Formel-1-Fans kennen Saudia vielleicht durch die Werbung „Fly Saudia“, die Ende der 1970er bis Mitte der 1980er auf den Rennwagen des Williams-Rennstalls stand. Mit dem Geld aus Saudi-Arabien legte Williams den Grundstein für die erfolgreiche Geschichte des Rennstalls.

Maschine der Billigtochter Flyadeal in Riad

Mit Saudia fliegt es sich gemütlich und komfortabel. In den Sitzen fühlt man sich nicht so eingequetscht wie bei vielen europäischen Airlines. Saudia lässt noch ordentlich Abstand zwischen den Reihen. Wer in Saudi-Arabien unterwegs ist, sollte sich überlegen, ob er Strecken mit dem Zug oder mit dem Auto bewältigt. Fliegen mit Saudia und der Billigtochter ist spottbillig. Wer rechtzeitig bucht, zahlt für eine inländische Strecke selten mehr als 50 Euro.

Saudi-Arabien im Video:

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