19. August 2022

10 Fragen – 10 Antworten: Akropolis

Warum ist die Akropolis kaputt? Wann wurde sie gebaut? Warum heißt sie so? Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Athener Sehenswürdigkeit.

Wann wurde die Akropolis gebaut?

Die Akropolis war schon im 14. Jahrhundert vor Christi besiedelt. 480 vor Christi besetzten die Perser die Stadt und zerstörten viele religiöse Kultstätten. Nachdem die Perser 448 vor Christi vertrieben worden waren, gab Perikles den Auftrag, die Akropolis neu zu bebauen. Der große Tempel, das Parthenon, wurde zwischen 447 v.Chr. und 438 v.Chr. gebaut, der kleinere Nike-Tempel wohl im Anschluss. Er soll 410 vor Christi fertiggestellt worden sein. Später bauten auch die Römer auf und an der Akropolis. So entstand ein Tempel 27 vor Christi, das Amphitheater, das bis zu 50.000 Menschen gefasst haben soll, ist erst 161 nach Christi entstanden.

Über die Jahrhunderte wurde insbesondere das Parthenon mehrfach umgebaut. Erst zur christlichen Kirche, dabei verschwanden einige heidnische Statuen und und Säulen im Inneren. 1456 eroberten die Osmanen Athen. Sie wandelten den Tempel in eine Moschee um. Dabei soll es keine Umbauten gegeben haben, nur ein Minarett wurde angebaut.

Was ist die Akropolis?

Sie war ursprünglich eine Wehranlage, wurde später aber zu religiösen Kultstätte. Ab 448 vor Christi war sie eine riesige Anlage mit mehreren Tempeln. Erst für die Athener, später für Römer. Die Christen wandelten den Parthenon in eine Kirche um, die Osmanen in eine Moschee.

Athen im Video

Warum ist die Akropolis zerstört?

Man denkt immer: An der Akropolis hat der Zahl der Zeit genagt und sie ist über die Jahrhunderte zusammengefallen. Das ist aber nicht der Fall. Bis 1687 war sie nahezu unzerstört. Zu der Zeit belagerten die Venezianer Athen und beschossen auch die Akropolis. Eine Kanonenkugel traf den Parthenon. Da die Osmanen dort Munition gelagert hatten, kam es zur Explosion und schweren Zerstörungen. Das wäre vielleicht alles noch gar nicht so schlimm gewesen, wenn der britische Botschafter Lord Elgin nicht 1801 große Teile der Verzierungen und der Skulpturen hätte demontieren lassen. Er ging dabei rabiat vor und zerstörte beispielsweise zahlreiche Steine, damit er alles besser transportieren konnte. Dieser Teil der Akropolis steht heute im British Museum in London.

Was bedeutet das Wort Akropolis?

Akropolis ist kein typisch Athener Begriff. Sie bezeichnet in der griechischen Antike eine Oberstadt oder eine Burg. Um sich gegen Feinde verteidigen zu können wurde sie auf einer Anhöhe gebaut. Ganz ähnlich wie später im Mittelalter die deutschen Burgen.

Amphitheater an der Akropolis

Was gibt es auf der Akropolis zu sehen?

Nicht nur den großen Tempel, den wir alle aus dem Fernsehen oder von Bildern kennen. Auf dem Gelände auf dem Berg stehen mehrere Gebäude. Auf dem Weg nach loben kommt ihr an einem riesigen Amphitheater (siehe Foto) und weiteren Gebäuden vorbei. Zudem habt ihr von oben natürlich einen wunderbaren Blick auf Athen.

Wie sah die Akropolis früher aus?

Nicht so beige wie heute. Eher bunt und golden. Die riesige Athene-Statue im Parthenon, dem größten Tempel, war gold und aus Marmor. Die Säulen waren weiß, Verzierungen häufig blau und weiß. Der Giebel war sehr bunt mit blau als Grundfarbe. Ein Projekt in Athen hat eine 3D-Rekonstruktion angefertigt, die ihr im Video unten sehen könnt.

Ist die Akropolis ein UNESCO-Weltkulturerbe?

Die Akropolis steht seit 1987 unter Schutz. Die UNESCO begründete diese damals damit, dass sie der größte architektonische und künstlerische noch erhaltene Komplex aus dem antiken Griechenland ist. Die Weltkulturerbe-Liste gibt es seit 1987. Zu den ersten unter Schutz gestellten Gebäuden und Landschaften gehörten damals der Aachener Dom und die Galapagos-Inseln.

Wie kommt man hoch?

Wenn ihr nicht gerade alt und gebrechlich seid und den Aufzug benutzen dürft, zu Fuß. Es führen zwei ausgeschilderte Wege nach oben. Ihr kommt dabei schon an zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Amphitheater vorbei.

Wie viel Zeit muss man einplanen?

Der Aufstieg dauert und es gibt viel zu sehen. Drei Stunden solltet ihr euch schon Zeit nehmen. Wenn Ihr auch noch ins Museum wollt, noch mindestens eine Stunde mehr. Im Museum gibt es übrigens eine schöne Terrasse mit Café. Von dort habt ihr super Aussicht auf die Akropolis.

Wo gibt es Eintrittskarten?

Eingang und Kasse findet ihr am besten, wenn ihr an der Station „Acropoli“ aus der Metro aussteigt. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Eingang. Ihr könnt Eintrittskarten auch hier vorbestellen. Geführte Touren gibt es u.a. hier. Kombi-Tickets für Akropolis und Museum könnt ihr hier online bestellen.

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