4. Dezember 2022

Zeche und Maschinenhalle Zweckel

Was ein herrliches Gebäude: Die ehemalige Maschinenhalle der Zeche Zweckel in Gladbeck hat etwas Staatstragendes. Kein Wunder. Hat der doch daran mitgebaut.

Der preußische Staat wollte sich nicht lumpen lassen als er 1909 eine Maschinenhalle für die Zeche Zweckel bauen ließ. Schließlich war diese Zeche im Gegensatz zu den meisten anderen im Ruhrgebiet in Staatsbesitz. Also ließ Preußen eine 126 Meter lange Halle bauen, die eher an ein Staatstheater als an einen Ort der Arbeit erinnert. Aus heutiger Sicht passt das sogar, denn im Gebäude finden während der Ruhr-Triennale Aufführungen statt.

Eins der beiden Fördergerüste hinter der Halle

In der Halle in Gladbeck befinden sehr gut restauriert alle Maschinen, die früher benötigt wurden, um die Kohle zu fördern bzw. die Schächte zu belüften. Von 1911 bis 1963 förderte das Bergwerk Kohle, später dienten die Schächte von Zweckel, um den Wasserhaushalt benachbarter Bergwerke zu steuern. 1910 bis 1912 entstanden zwei Fördergerüste, die hinter dem Haus stehen. Die sind etwas ganz Besonderes: Sie sind nämlich die ältesten im Original erhaltenen Fördertürme des Ruhrgebiets.

Am Wochenende gibt es regelmäßig Führungen durch die prächtige Halle. Informationen über Treffpunkt, Tag und Zeit sowie Anmeldung hier bei der Stiftung Industriekultur, die heutige Besitzerin der Halle.

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