Die mexikanische Karibikküste könnte ein traumhaftes Paradies sein. Wäre die Strände nicht voll mit Sargassum, einer Braunalge, die auch als Seegras bekannt ist.
Bräunliches Gras türmt sich am Strand von Playa del Carmen, es riecht – freundlich ausgedrückt – streng. Bagger holen es im Minutentakt auf ihren Schaufeln ab. Am Strand in die Sonne legen? Keine Chance. Der Gestank ist kaum auszuhalten. Sargassum heißt das, was einem den Urlaub vermiesen kann.
Touristen bleiben weg
Sargassum ist ein Riesen-Problem für Mexiko. In Tulum und Playa del Carmen bleiben die Touristen weg. Cancun verschont das Seegras meistens. Auch auf der Insel Cozumel (Seite zum Land hin) wird seltener Gras angespült. Seit etwa 2011 ist das Phänomen zu beobachten und nimmt immer stärker zu (hier findet ihr einen Überblick über die wichtigsten Badeorte an der Karibikküste).

Sargassum. Das ist eine Braunalge, die der Atlantik angespült. Häufig sprechen die Menschen auch von „Seegras“, obwohl es eine Alge ist. Sie stammt aus dem Atlantik. Wissenschaftler sagen, dass sie wächst, weil aus dem Amazonas und westafrikanischen Flüssen Düngemittel in den Ozean gespült werden.
Kilometerlange Algen-Teppiche
Auf dem Meer treiben kilometerlange Algen-Teppiche. Das ist durchaus sinnvoll, weil sie Meeresschildkröten und Vögeln Lebensraum geben, Nur wird das Gras durch den Wind seit einigen Jahren eben auch an die Küsten angespült.
Internetseiten mit Infos über Algen
Es gibt mehrere Seiten und Social-Media-Gruppen, die tagesaktuell zeigen, wo Seegras angespült wurde. Ampeln zeigen für Strandabschnitte an, ob man sich dort hinlegen kann oder besser nicht. So eine Seite ist zum Beispiel „How is the Sargassum“. Die Lage kann sich von Tag zu Tag ändern.