Bamberg ist eine Bierstadt. Rauchbier ist die Spezialität. Stellt sich die Frage: Wie schmeckt es?
Hat es gebrannt? Hat jemand einen Kamin angezündet? Es ist unfassbar. Ich hab jedenfalls noch nie etwas gegessen oder getrunken, das so stark nach Rauch schmeckt, wenn es nicht angebrannt war. Der spezielle Geschmack des Rauchbieres kommt vom Malz, das die Brauer früher per Hand über einem Holzfeuer getrocknet haben.
Getrocknetes Malz gibt Geschmack
Früher waren viele Biere Rauchbiere. Das lag daran, dass nicht in allen Gegenden die Sonne gereicht hat, um das Malz zu trocknen. Später – als Malz auch industriell getrocknet werden konnte – stellten die meisten Brauereien auf dieses Verfahren um. Nur die Bamberger blieben bei ihrem Rauchbier. Heute gilt es als Spezialität.

Ihr bekommt das Getränk in nahezu jedem Lokal in Bamberg. Besonders beliebt ist das Schlenkerla-Stammhaus, das das „Aecht Schlenkerla Rauchbier“ herstellt. Seit 1405 wird in dem Lokal, das früher „Zum Blauen Löwen“ hieß, gebraut und ausgeschenkt. Das schöne Fachwerkhaus n(siehe Bild oben), in das ihr heute gehen könnt, stammt von 1649, nachdem das Vorgänger-Gebäude im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.
Rauchbier gibt’s auch online
Um Rauchbier zu probieren, müsst ihr nicht nach Bamberg fahren. Das echte Schlenkerla-Bier könnt ihr auch hier bei Amazon bestellen. Kostet nicht mehr als eine normale Kiste Bier.
Wer sich nicht mit dem Rauchbier, das gewöhnungsbedürftig ist, anfreunden kann, bekommt beim Besuch in Bamberg auch viele andere Spezialitäten. Einige Brauereien stellen beispielsweise ein echt leckeres Helles (Lager) her, auch Rotbier, das in Nürnberg sehr beliebt ist, gibt es. Ich kann auch die Probier-Gläschen (siehe Bild oben), die in einigen Lokalen ausgeschenkt werden, empfehlen.
Einen Überblick über die Bamberger Biergeschichte bekommt ihr auch im kleinen Brauereimuseum in der ehemaligen Klosteranlage St. Michael. Mit der Bamberg Card habt ihr dort freien Eintritt.