Kristiansand – mehr als nur ein Hafen

Blick auf Sportboot-Hafen – im Hintergrund: Die runde Festung

Die meisten kennen Kristiansand nur vom Durchfahren. Weil sie hier mit ihrer Fähre angekommen sind. Ein Halt lohnt sich aber.

Die Fußgängerzone kann es mit einer in einer deutschen Großstadt aufnehmen. Hier reiht sich Geschäft an Shoppingmall und Restaurant. Man merkt: In Kristiansand machen Kreuzfahrtschiffe Halt. Alles ist auf diese Gäste, aber auch auf die Menschen, die die Fähre nach Hirtshals benutzen, ausgelegt.

Der Marktplatz in Kristiansand

Es lohnt aber durchaus, sich aus dem Shoppingviertel nach links oder rechts zu bewegen. Kristiansand ist eine kleine schnuckelig Stadt, in der es durchaus was zu sehen gibt. Alles fußläufig erreichbar. Neben der Fußgängerzone sind in der City der alte Dom und der wunderbar hergerichtete Marktplatz sehenswert.

Direkt an diesen Bereich schließt sich ein Viertel mit Dutzenden weißen Holzhäusern an. Die Altstadt Posebyen ist im Sommer hübsch mit Blumen geschmückt. Von hier sind es auch nur 100 Meter zum Stadtstrand Bystranda. Der wird in einigen Reiseführern als einer der schönsten Norwegens gefeiert. Das ist Quatsch, weil es nur ein kleines Eckchen ist. Aber auch wegen der in Norwegen eher seltenen Palmen ist er sehenswert. Gleich daneben liegt das Aquarama-Bad mit einem 25 Grad warmen Außenbecken. Auch eine schöne Alternative, um die Zeit bis zur Fähre zu verkürzen.

Die weißen Holzhäuser

Doch es lohnt sich auch ein Stadtrundgang. Vom Strand geht es an der alten Festung vorbei zum alten Hafen Fiskebrygga. Hier gibt’s nette bunte Holzhäuser und einige Restaurants. Daran schließt sich eine kleine Halbinsel an, die früher militärisches Sperrgebiet war. Auf Odderøya heißt die Halbinsel. Ideal für einen kleinen Spaziergang mit Blick aufs Meer.

Wer mit dem Auto und Kindern unterwegs ist, kann auch in den Dyreparken fahren. Der liegt elf Kilometer östlich von Kristiansand. Hier gibt es unter anderem einen Zoo, einen Aquapark und viele Spielmöglichkeiten für Kinder. Geschichtsinteressierte können das acht Kilometer entfernte Møvik ansteuern. Hier befindet sich das Kanonenmuseum auf dem Gelände einer deutschen Festung aus dem Zweiten Weltkrieg, von der die deutsche Marine das besetzte Norwegen verteidigt hat bzw. wollte.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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