18. Januar 2022

Mykene sehen und (hoffentlich) verstehen

Mykene gilt als Heimat von Agamemnon und griechischer Mythologie. Nur schade, wenn man von beidem keine Ahnung hat. Dann ist Mykene einfach nur ein total schöner Haufen kaputter Steine.

Über 1.000 Geschichten über Städte, Länder und Sehenswürdigkeiten habe ich hier in meinem Blog schon veröffentlicht. Eine wie diese allerdings noch nicht. Ich habe Mykene nicht verstanden. Aber vielleicht ist es mit Ausgrabungsstätten wie mit Kunstwerken: Man muss sie eigentlich nicht verstehen, sondern nur schön oder grässlich finden.

Gut beschrieben und beschriftet

Nach diesen Kriterien hat mir Mykene mir gut gefallen. Die Steinhaufen sind gut mit Schildern beschriftet. Man versteht, was man da sieht. Die gut erhaltene Ringmauer, das Löwentor (siehe Foto), die Grabstellen. Und der Rundgang durch das in den Bergen gelegene Mykene macht auch Spaß. Ein einfacher Rundweg, bei dem man dank der Tafeln alles, was wichtig ist, mitbekommt.

Das Löwentor in Mykene

Also bitte nicht missverstehen. Mich hat Mykene fasziniert. Die Stadt in den Bergen. Wie mögen die Menschen um 1300 vor Christi das alles gebaut haben? Es ist für mich vergleichbar mit südamerikanischen Inka-Stätten wie Ollantaytambo oder sogar Machu Picchu in Peru. Nur 3.000 Jahre älter und ohne Lamas.

Schliemann und Agamemnon

Einen größeren Zugang zu Mykene hat man wahrscheinlich, wenn man sich vorher näher mit der griechischen Mythologie auseinandersetzt. Es braucht Vorbildung für Mykene. Man muss wissen, dass Agamemnon der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg war. Und dass von Troja faszinierte deutsche Hobby-Archäologe Heinrich Schliemann glaubte, in Mykene die Goldmaske entdeckt zu haben, die Agamemnon darstellt. Allerdings ist sie vermutlich jünger als Agamemnon.

Wer sich ein wenig einliest, versteht Mykene besser. Hätte ich vielleicht auch tun sollen. Aber immerhin kann ich euch jetzt empfehlen, das vor einem Besuch zu tun. Oder ihr seid so jung, dass ihr euch noch an all die griechische Mythologie aus dem Geschichtsunterricht erinnert.

Kommentar verfassen

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung