29. September 2022

Die Katakomben in Salzburg

Im Mönchsberg in Salzburg befindet sich mehrere Kapellen im Fels. Die sogenannten Katakomben. Eine schöne Sehenswürdigkeit.

Die Katakomben liegen oberhalb vom Friedhof St. Peter. Von unten sieht man oben im Berg Menschen rumkraxeln und aus kleinen Fenstern Fotos machen. man fragt sich unweigerlich: Was mag das sein? Und neugierige Menschen wie ich beschließen: Da muss ich rein! (Hubs, das hat sich jetzt gereimt). Nach 48 Stufen erreicht ihr die erste von drei Kapellen. Dann geht es weitere 36 Stufen nach oben. Dazwischen gibt es mehrere schöne Fenster, von denen aus ihr auf den Friedhof und Salzburg schauen könnt.

Treppen in den Katakomben

Wann genau diese Höhlen in den Berg geschlagen wurden, ist unklar. Historiker gehen von 500 bis 700 nach Christi aus. Die untere Getraudenkapelle stammt in dieser Form aus dem Jahr 1178. Die darüber liegenden könnten älter sein, sie werden nämlich schon 1178 bei der Einweihung der Gertraudenkapelle erwähnt. Die Fenster, aus denen man heute einen wunderbaren Ausblick hat, wurden dagegen erst 1680 in den Berg geschlagen.

Die Katakomben sind bei amerikanischen Touristen sehr beliebt. Sie spielen nämlich im 1965 gedrehten Film „The Sound of Music“ über die Trapp-Familie eine Rolle. In den Höhlen verstecken sich die Trapps auf ihrer Flucht vor den Nazis. Film und Musical waren interessanterweise in Amerika und Asien viel erfolgreicher als bei uns. Seit den 1960er-Jahren gibt es in Salzburg auch Sound-of-Music-Touren.

Blick aus den Katakomben

Nun gut, Katakomben lagen für mich bisher immer unter der Erde. So wie in Neapel oder Tallinn, wo man kilometerlang unter der Erde herlaufen kann. Aber ok. Der Name Katakombe hat sich wohl im Laufe des 17. Jahrhundert aus unbekannten Gründen für diese Höhlen eingebürgert. Sie sind ein wirklich netter kleiner Programmpunkt in Salzburg. Nach einer Viertelstunde oder 20 Minuten seid ihr wieder raus. Aber es kostet auch nicht viel (mit Salzburg Card ist er ganz umsonst). Die Katakomben befinden sich mitten im Trubel. Ganz in der Nähe von Dom und Festungsbahn. Die offizielle Anschrift für das Navi lautet „Sankt-Peter-Bezirk 1“.

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