20. April 2024

Stokmarknes – Home of Hurtigruten

Stokmarknes gehört zu den Stopps der Hurtigruten. Das hat auch nostalgische Gründe.

Eine Straße, ein paar Geschäfte, eine Tankstelle. Stokmarknes gehört jetzt nicht wirklich zu den pulsierenden Metropolen Norwegens. Und trotzdem stoppt das Hurtigruten-Schiff hier. Und es gibt sogar was zu sehen. Jedenfalls, wenn man sich beeilt.

Gründung der Hurtigruten in Stokmarknes

Doch von vorn. Stokmarknes ist der Gründungsort der Hurtigruten. Kapitän Richard With gründet hier die Vorgänger-Gesellschaft der Hurtigruten, die Vesteraalens Dampskibsselskab. Mit der fuhr er kleinere Orte an der nordnorwegischen Küste an. Als die norwegische Regierung in den 1880ern eine Schifffahrtslinie entlang der kompletten Küste einrichten wollte, bewarb sich With um eine Lizenz. Die Linie sollte Menschen, aber auch Waren befördern. With war der einzige, der sich traute, ein Schiff auf die gefährliche Strecke entlang der Küste von Bergen im Süden in den hohen Norden zu schicken. 1893 fuhr das erste Schiff.

Links das Museum, rechts liegt das Hurtigruten-Schiff

Anfangs gab es drei Linien. TrondheimHammerfest, Bergen – Hammerfest und Hammerfest – Vadsø (ganz oben im Norden, in derselben Bucht wie der heutige Haltepunkt Kirkenes). Daraus entwickelten sich die Hurtigruten, die im Prinzip noch immer wie damals funktionieren. Sie fahren entlang der Küste von Bergen bis Kirkenes im hohen Norden. Sie transportieren Menschen, die im Norden wohnen, Waren vom Fisch bis zum Traktor-Motor, und seit einigen Jahrzehnten auch Touristen.

Spektakulär: Ein Schiff im Museum

Diese Geschichte kann man ausführlich im Hurtigruten-Museum anschauen. Spektakulär ist, dass die riesige verglaste Ausstellungshalle rund um ein Schiff gebaut ist. Um die MS Finnmarken, die von 1956 bis 1999 für Hurtigruten gefahren ist. Die Hülle hat das Museum erst 2021 bekommen. Das Schiff drohte draußen kaputt zu gehen. Das Hurtigruten-Schiff hält etwa eine Stunde im Hafen von Stokmarknes. Wer das Museum anschauen möchte, muss sich leider etwas hetzen. Das Museum ist aber genau am Anleger, also nicht weit entfernt.

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