22. Juni 2024

10 Dinge, die Ihr in Oslo unternehmen könnt

Oslo ist eine der hübschesten und kleinsten Hauptstädte Europas. Trotzdem gibt es richtig viele Sehenswürdigkeiten.

Das Schöne an Oslo: Ihr könnt fast alles zu Fuß oder mit dem E-Roller machen. Die Sehenswürdigkeiten sind alle (bis auf den Holmenkollen) fußläufig innerhalb einer halben Stunde erreichbar. Wenn ihr nähere Infos zu den einzelnen Punkten wollt, einfach den Link anklicken.


Der Oper könnt ihr aufs Dach steigen
1. Der Oper aufs Dach steigen

Das ist wahrscheinlich einmalig auf der Welt. Ihr könnt der Oper in Oslo aufs Dach steigen. Die 2008 eröffnete Oper ist extra so gebaut, dass man über schräge Flächen nach oben klettern kann. Von oben habt ihr einen herrlichen Blick auf den Hafen und die neu entstandenen Viertel. Aber auch das Gebäude an sich ist sehenswert. Der 500-Millionen-Bau ist mit weißem Marmor verkleidet. Tolles Gebäude.


Figuren im Vigelandpark
2. Skulpturen im Vigelandpark angucken

Ein bisschen verrückt muss Gustav Vigeland schon gewesen sein. Von 1907 bis 1942 hat er über 200 Skulpturen erschaffen, die jetzt in einem Teil des Frognerparks stehen. Dort lässt sich ein herrlicher Spaziergang unternehmen. Bevor Vigeland dem Figuren-Wahn verfallen ist, hat er unter anderem 1902 die Medaille entworfen, die Friedensnobelpreisträger bekommen.


Blick von den Mauern des Akershus‘ auf das Rathaus Mitte des Bildes)
3. Zum Friedensnobelpreis ins Rathaus gehen

Norwegen ist erst seit 1905 unabhängig. Das Rathaus haben sich die Osloer zur Unabhängigkeit geschenkt. Brauchten aber zwei Jahrzehnte, um sich auf einen Entwurf zu einigen. Herausgekommen ist ein Backsteinbau, der Rote Riese, der Geschmacksache ist. Ihr solltet aber unbedingt rein gehen, drinnen ist das Gebäude wesentlich schöner. Mit herrlichen Gemälden an Wänden und Decken. Hier wird alljährlich der Friedensnobelpreis vergeben. Einige Schritte vom Rathaus entfernt ist das Friedenszentrum, in dem ihr alles über den Nobelpreis und die Preisträger erfahren könnt.


Die Polarforscher vor dem Museum
4. Thor Heyerdahls und Roald Amundssen besuchen

Die Flöße des Abenteurers Thor Heyerdahl sind nur ein Highlight der Bygdøy-Halbinsel. Hier gibt es ein Lustschloss eines ehemaligen König, eine wunderbare Gartenanlage und mehrere Museen. Das Frammuseum, in dem es um norwegische Polarforscher wie Amundsen geht, das Kon-Tiki-Museum mit den Flößen und Fahrzeugen von Heyerdahl, ein Wikingerschiff-Museum, das norwegische Volksmuseum und ein Freilichtmuseum mit alten Häusern und Kirchen.

Der Eintritt in die Museen ist mit dem Oslo-Pass kostenlos. Neben zahlreichen Museen beinhaltet die Karte auch die kostenfreie Benutzung von Bussen und Bahnen.


Die 2010 eingeweihte neue Holmenkollen-Schanze
5. Auf dem Holmenkollen in die Tiefe schauen

„Ziiiiieeeehhh“ – der Holmenkollen ist das Sport-Heiligtum der Norweger. Hier gibts Langlauf-Rennen, Biathlon und eben die berühmte Schanze. Ihr könnt mit dem Auto an den Fuß der Schanze fahren. Allein beim Runterschauen kann einem schon übel werden. Da springen wirklich Menschen runter? Wer das Gefühl des Skispringens nacherleben will, kann das auch am Holmenkollen. Von ganz oben auf dem Schanzenturm führt eine Zip-Line, also ein Seil, bis dahin, wo sonst Skispringer landen. Ganz Mutige lassen sich Festketten und rutschen die Zip-Line runter.

Zum Holmenkollen könnt ihr mit dem Auto. Besser ist es aber mit der Holmenkollen-Bahn (U-Bahn Linie 1), die ein paar Meter unterhalb der Schanze hält. Die Fahrt ist ebenfalls im Oslo-Pass drin.


Munch-Museum – aufgenommen vom Dach der Oper
6. Munch anschreien

Der Schrei von Edvard Munch ist das norwegische Nationalkunstwerk. Von dem Werk gibt es mehrere Version. Drei davon hängen im 2021 eröffneten Munch-Museum. Der Künstler hat der Stadt Oslo schon einige Jahre vor seinem Tod seine Werke hinterlassen. Das sind mehrere tausend Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen. Allein 1.000 Bilder befinden sich im Nachlass. Ein Teil davon ist modern und unterhaltsam aufbereitet im 13-stöckigen Munch-Museum zu sehen. Falls ihr die Ausstellung nicht besucht, geht zumindest in die Eingangshalle. Die ist wegen ihrer riesigen LED-Wand mit Munch-Gemälde sehr beeindruckend.

Das Museumsgebäude steht direkt hinter der Oper (das Foto ist vom Dach der Oper aufgenommen). Zudem könnt ihr im Bereich um Oper und Munch-Museum gut am Wasser bummeln. Dort gibt es auch mehrere Cafés mit Plätzen draußen und eine Promenade am Wasser.


Das neue Hafenviertel
7. Das neue Hafenviertel kennenlernen

Am Hafen hat Oslo ein ganz neues Viertel gebaut. Hier findet ihr tolle Restaurants und Kneipen. Das Viertel ist hübsch gestaltet, ihr habt Blick aufs Oslo Fjord oder auf Grachten, die durchs Viertel gehen. Zum Ausgehen am Abend herrlich. Oslo hat vermieden, dass das Viertel austauschbar wie alle neuen auf der Welt aussieht. Jedes Hochhaus hat einen anderen Stil. Im Viertel selber (wie ohnehin in Oslo) stehen viele Skulpturen.


Das Akershus
8. Am Akershus auf den Mauern rumklettern

Die Burg Akershus steht mitten in der Stadt. Bereits im 13. Jahrhundert stand hier eine Festung, die immer erweitert wurde. Ihr könnt allein an Kanonen und Burg vorbei schlendern, es gibt aber auch Führungen. Auf den alten Burgmauern sitzt es sich bei schönem Wetter ganz herrlich (siehe Foto beim Rathaus oben). Mit Blick auf Hafen, Schiffe und Rathaus.


Stadtschloss von Haakon und Mette-Marit
9. Die königliche Familie besuchen

Mitten in der Stadt hat die Königsfamilie eine eigene Stadt-Residenz, die ursprünglich mal von den Schweden erbaut wurde (die ganze Geschichte hier). Im Sommer gibt es Touren durch das Schloss mit 173 Zimmern. Durch den Schlosspark kann man auch so marschieren. Achtet mal auf die Wachen! Das norwegische Königshaus ist liberal, deshalb dürfen hier auch Frauen Wache schieben, was in den meisten anderen Ländern leider immer noch eher selten passiert. Wachwechsel ist immer um 13.30 Uhr. Ihr könnt euch die Wachablösung im Osloer Schloss auch ansehen. Der Andrang hält sich in Grenzen.


Storting, das norwegische Parlament, steht mitten in der City
10. Durch die Innenstadt spazieren

Ich könnte euch noch so viel empfehlen. Zum Beispiel einen Ausflug mit der Hausboot-Sauna (Abfahrt an der Oper), aber da in Oslo alles so schön auf einem Fleck liegt, empfehle ich die Innenstadt. Zwischen Schloss und Oper liegt eigentlich alles, was eine Hauptstadt ausmacht. Das Parlament, das Stadttheater, Parks mit herrlichen Blumen und Springbrunnen. Und natürlich jede Menge Geschäfte. Wenn ihr etwas in die Seitenstraßen geht (Kirkegata, Storgata), findet ihr dort noch wesentlich mehr Shops. Dort – in der Nähe des Hauptbahnhofs – liegt auch die Shoppingmall Oslo City.

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