16. September 2021

10 Dinge, die Ihr im Hafen in Cuxhaven machen könnt

Schiffe gucken, nach Helgoland fahren, Auswanderern nachspüren, Fisch frisch vom Kutter essen. Der Hafen in Cuxhaven hat erstaunlich viel zu bieten. Hier 10 Dinge, die ihr dort machen könnt.

1. Auf der „Alten Liebe“ Schiffsansagen hören

Die „Alte Liebe“ ist die zweistöckige Aussichtsplattform am Ende des Hafens (siehe Bild ganz oben). Hier könnt ihr nicht nur auf Elbe, Nordsee und Schiffe schauen, sondern bekommt auch Erläuterungen zu den Schiffen. Ein Verein macht in der Saison von 10 bis 19 Uhr detaillierte Ansagen zu jedem Schiff. Über Reederei, auf welchem Weg es ist, was es geladen hat. Mehr über diese Schiffsansagen hier.


2. Fahrt zu Seehundbänken/Hafenrundfahrt

An der Alten Liebe starten auch die Fahrten zu den Seehundbänken auf der Elbe (zum Beispiel mit der Störtebecke, gelbes Schiff oben). Ihr habt die Wahl zwischen verschiedenen Reedereien und Angeboten. Die Fahrt dauert inklusive einer kleinen Tour durch den Hafen 1,5 Stunden. Alternativ könnt ihr auch noch die Insel Neuwerk mitmachen. Dann seid ihr 2,5 Stunden auf dem Wasser. Wegen Ebbe und Flut bzw. Niedrigwasser auf der Elbe variieren die Abfahrtszeiten täglich.


Katamaran Halunderjet im Hafen

3. Nach Helgoland fahren

Von der Alten Liebe und dem angrenzenden Fährhafen starten die Fahrten nach Helgoland. Ihr habt die Wahl zwischen zwei Katamaranen und einem klassischen Schiff. Die beiden Katamarane benötigen etwas mehr als eine Stunde nach Helgoland. Sie starten an der Alten Liebe. Gemütlicher geht’s mit dem Seebäderschiff Helgoland, das ungefähr 2,5 Stunden zur einzigen deutschen Hochseeinsel benötigt. mehr über die Touren auch hier.


Die HAPAG-Hallen am Hafen in Cuxhaven

4. Zu den HAPAG-Hallen gehen

Cuxhaven war einer der wichtigsten Auswanderer-Häfen Deutschlands. Allein 1900 setzten von hier 65.000 Menschen nach Amerika über. Davon übrig geblieben sind das HAPAG-Haus, die Wartehalle für Passagiere Erster Klasse, sowie das Steubenhöft, das alte Kreuzfahrtterminal, das heute nur noch selten genutzt wird. In den HAPAG-Hallen gibt es eine Ausstellung über Auswanderung aus Cuxhaven in die USA.


Blick von der Aussichtsplattform „Alte Liebe“ auf den Radarturm

5. Zum Radarturm schauen

Der Radarturm ersetzte 1960 die Seezeichen und Leuchttürme. Durch die Überwachung durch Radar gingen die Schiffsunfälle rund um Cuxhaven um 50% zurück. Heute sitzt in dem Gebäude das Havariekommando der Bundesrepublik und der Küsten-Bundesländer. Es kommt zum Einsatz, wenn es auf deutschem Hoheitsgebiet Havarien und Schiffsunfälle gegeben hat.


6. Schiffe gucken und Kaffee trinken

An der Alten Liebe gibt es ein modernes Pier. Darin ist u.a. ein Restaurant und zahlreiche Souvenirläden untergebracht. Hier sitzt es sich ganz wunderbar mit Blick auf die Schiffe.


Kutter im Alten Fischereihafen

7. Fisch vom Kutter kaufen

Der Hafen macht zwar einen Wandel wie viele andere durch. Statt Industrie und Werften gibt es heute Marina, moderne Wohnungen und Hotels. Eine alte Tradition wurde aber bewahrt: Es gibt Krabben und Fisch frisch vom Kutter zu kaufen. Einfach zum Alten Fischereihafen gehen und dort frisch Gefangenes kaufen. Im Sommer findet mehrfach im Jahr sonntags ein Fischmarkt statt. Vergleichbar mit dem in Hamburg. Mit Marktschreiern und viel frischem Fisch.


8. Das Feuerschiff Elbe 1 bestaunen

Das knallrote Feuerschiff Elbe 1 „Bürgermeister O’Swald II“ liegt an der Alten Liebe. Ursprünglich lag es an der Elbmündung und sollte anderen Schiffen den Weg weisen. Seit 1816 wurde die Position mit einem Feuerschiff gekennzeichnet. Zwei sanken in schwerer See. Die Elbe 1 war 40 Jahre im Einsatz, wurde mehrfach bei Kollisionen beschädigt und kann heute besichtigt werden. Falls es mal nicht an der Alten Liebe liegt, ist es unterwegs. Zur Tagesfahrt nach Helgoland oder auch auf Mehrtages-Reise durch Ostsee oder Nordsee.


Im Hintergrund: Der Leuchtturm Backstein, links vorn das Semaphor

9. Den Hamburger Leuchtturm…

„Nautis signum sibi monumentum erexit Republica Hamburgensis Anno MDCCCIII“ (Den Seefahrern zum Zeichen, sich selbst zum Denkmal hat der Hamburgische Staat im Jahre 1803 den Leuchtturm errichtet), steht über dem Portal des Hamburger Leuchtturms an der Alten Liebe in Cuxhaven. Sagt eigentlich schon alles. Vor dem Bau des Backstein-Leuchtturms warnten nur hölzerne Baken wie die Kugelbake Schiffe an der Zufahrt zur Elbe. Es kam immer wieder zu Unfällen. Von 1805 bis 2001 leuchtete hier ein Feuer, das den Seefahrern den ungefährlichen Weg nach Hamburg wies. Erst aus Petroleum, später elektrisches Licht. Seit 2001 ist der Turm außer Betrieb und inzwischen in Privatbesitz.


10. … und das Semaphor anschauen

Im Bild oben ist ein Gerüst mit den Buchstaben B und H zu sehen. Das ist das Semaphor, dessen Vorgänger 1884 errichtet wurde. Der stürzte bei einem Orkan um und wurde 1904 durch eine stabilere Konstruktion ersetzt. Das Semaphor zeigt die Windrichtung und die Windstärke für Borkum (B) und Helgoland (H) für auslaufende Schiffe an. 1968 drohte wegen Baufälligkeit der Abriss, es wurde aber mit Spendengeldern renoviert und steht inzwischen unter Denkmalschutz.

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