4. Dezember 2021

Ein Tag auf Helgoland

Zollfrei einkaufen, Spaziergang zur Langen Anna, Kaffee mit Blick auf die Insel, Fischbrötchen an einer Hummerbude – wer nach Helgoland fährt, kann dort einiges sehen.

Wer für einen Tagesausflug nach Helgoland kommt, steht erst einmal vor ein paar Fragen: Robben oder Shoppen? Feiner Sandstrand oder Felsen? Hauptinsel oder Nebeninsel Düne? Für beide Inseln, die zu Helgoland gehören, reicht die Zeit meistens nicht. In der Regelliegen die Boote nur drei bis vier Stunden auf Helgoland an bis es wieder zurück geht.

Hier in dieser Beschreibung soll es um die berühmte Hauptinsel gehen. wer Robben gucken und sich wie in der Karibik fühlen möchte, dem empfehle ich meine Geschichte von der Nebeninsel Düne. Wir bleiben im felsigen Teil mit der berühmten Langen Anna. Wer von Cuxhaven oder Hamburg mit dem Schnellboot kommt, legt am Südhafen an. Man kann direkt vom Schiff an Land gehen.Muss also nicht wie früher erst mit einem kleinen Bötchen auf die Insel eingeschifft werden.

Blick vom Schiff auf Helgoland

Nachdem ihr aus dem Hafen ein paar Meter Richtung Insel gegangen seid, trefft ihr schon auf die erste bekannte Sehenswürdigkeit der Insel. Die bunten Hummerbuden (siehe Foto ganz oben). Hier gibt es neben Hummer und Fischbrötchen auch Souvenirs, Mode und Getränke zu kaufen. Fotostopp. Die Buden sind wirklich toll. So schöne bunte Häuser gibt es sonst nur auf Curacao. Anderes Thema. Karibik-Feeling gibt es ohnehin auf der Düne, nicht auf der Hauptinsel.

An den Hummerbuden könnt ihr euch entscheiden: Erst Unterland oder den Berg rauf zur Langen Anna? Der erste Teil des Weges Richtung Felsen ist tatsächlich erstaunlich steil und zieht sich. Wer keine Lust drauf hat, nimmt den Umweg übers Unterland. Da gibt es einen Aufzug, der euch zumindest schon mal auf die richtig Höhe bringt. Egal wie. Entlang der Küste geht es mit tollem Blick auf die Felsen zur Langen Anna, dem berühmten 47 Meter hohen Felsen, dem Wahrzeichen der Insel, der von bis zu 5.000 Vögeln besiedelt ist. Der Weg vom Hafen ist etwa 2,5 Kilometer lang. ihr schafft ihn in 35 bis 40 Minuten.

Blick vom Oberland aufs Unterland (links die Nebeninsel Düne)

Im Oberland gibt es einen schönen Rundweg. Von hier habt ihr auch einen tollen Blick auf die Düne (siehe Foto oben). Alternativ könnt ihr auch eine Rundfahrt mit dem Boot um die Insel buchen, um die roten Felsen von unten zu sehen.

Von der Langen Anna und dem Rundweg geht es zurück in den bebauten teil des Oberlandes. Wobei Ober-, Mittel- und Unterland eins gemeinsam haben: Garantiert keine schönen Häuser. Nachdem Briten versucht haben, die Insel nach dem krieg zu sprengen, wurden nach der Wiederbesiedlung in den 1950er-Jahren halt Zweckbauten hochgezogen. Ein Spiegelbild der Nachkriegsarchitektur. Insofern fast schon sehenswert, wenn es nicht doch ein wenig zu scheußlich wäre.

Zollfrei Einkaufen auf Helgoland

Auf dem Oberland befindet sich eine weitere Attraktion: Der Eingang zum Luftschutzbunker. Die Nazis haben die Insel mit unterirdischen Gängen durchzogen. 14 Kilometer ist dieses Gängesystem lang. Ein Teil kann besichtigt werden. Die Führung dauert etwa eine Stunde der Zugang ist ausgeschildert.

Wer Parfum, Alkohol oder Zigaretten shoppen will, kann das eigentlich überall tun.Im Unterland und im Oberland. Helgoland lebt schließlich seit Jahrzehnten vom zollfreien Einkauf. Waren sind nicht nur zoll-, sondern auch mehrwertsteuerfrei. Helgoland gilt zolltechnisch als Nicht-EU-Ausland. Das war schon im 19. Jahrhundert so als die Insel zu Großbritannien gehörte und ist seither auch so geblieben. Ihr könnt zollfrei zum Beispiel 200 Zigaretten, einen Liter harten Alkohol oder 2 Liter Likör mitnehmen.

Die Häuser im Unterland

Rundgang um die Insel, Bunker, Düne besichtigen, Spaziergang zur Langen Anna. Ein Kurztrip mit dem Schiff ist eigentlich zu kurz für Helgoland. Mit einer oder zwei Übernachtungen schafft man die ganze Insel. Und im Sommer ist das Klima erstaunlich gut hier. Es ist warm, teilweise sogar heiß. Aufgrund des milden Meeresklimas ist es häufig bis zu zehn Grad wärmer als auf dem Festland.

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