In Taipeh gibt es etwa 12.000 Tempel. Der berühmteste ist Longshan, zwei andere sind aber ebenfalls sehenswert.
Der berühmteste Tempel in Taipeh ist der Longshan-Tempel. Er ist mit über 250 Jahren der älteste der Stadt. Weil er so zentral liegt, ist es hier fast immer voll. Viele Gläubige sind dort, aber auch sehr viele Touristen. Er ist offiziell ein „Misch-Tempel“, also für beide Glaubensrichtungen etwas. Für Taoisten und Anhänger von Konfuzius. Wobei er eher wie ein Konfuzius-Tempel aussieht. Dazu aber gleich noch ein paar Worte.

In Longshan ist es auch deshalb voll, weil er nah am Stadtkern liegt. Das Einkaufsviertel Ximen ist in nur gut 15 Minuten zu erreichen. Auch der Hauptbahnhof und die Altstadt an der Dishua Old Street sind nur zwei Metro-Stationen entfernt. Von Ximen könnt ihr zu Fuß zum Tempel. Direkt am Tempel hält die blaue Bannan-Metro-Linie (Station: Longshan Tempel).
Nachtmarkt am Tempel
Direkt neben dem Tempel findet einer der bekanntesten Nachtmärkte in Taipeh statt. Der Huaxi Street Tourist Night Market Ein überdachter Markt mit vielen Imbiss-Ständen. Früher war hier mal sowas wie ein Schmuddel-Viertel mit vielen Pornoläden, heute könnt ihr jugendfrei durch die Passage ziehen. Die Stände haben täglich von 16 Uhr bis Mitternacht geöffnet.
Bauhaus oder Barock?
Die Tempel in Taiwan unterschieden sich stark nach Glaubensrichtung. Taiwanesen erklären das Europäern so. Konfuzius ist Bauhaus, also eher schlicht, Taoismus ist eher Barock, also verschnörkelt. Und bunt. Die taoistischen Tempel sind sehr farbenfroh gestaltet.
Am besten könnt ihr das am Baoan-Tempel sehen. Der ist taoistsisch und knallbunt. Daneben steht der eher schlichte Konfuzius-Tempel, um die beiden zu sehen, müsst ihr zur Hami Street. Die erreicht ihr am besten mit der roten Tamsui-Xinyi-Linie. Haltestelle: Yuanshan. Ein Ausflug, der auch deshalb empfehlenswert ist, weil sich zu den beiden Tempeln kaum Touristen verirren.