10 Dinge, die ihr in Stavanger unternehmen könnt

Blick von der Altstadt auf den Hafen von Stavanger

Stavanger ist eine nicht so überlaufene norwegische Stadt. Zu sehen gibt es aber richtig viel.

Stavanger ist so etwas wie die ruhige kleine Schwester von Bergen. Wesentlich leerer, etwas kleiner, aber sehr schön. Mit vielen Sehenswürdigkeiten. Hier zehn Dinge, die ihr dort unternehmen könnt.


Der alte Hafen von Stavanger

1. Am Hafen bummeln

Der alte Hafen ist das Herzstück von Stavanger. Hier gibt es tolle Bars und Restaurants mit Blick auf die Schiffe. Am Hafen starten auch die Fjord-Rundfahrten. Zudem (siehe Tipp 2) beginnt hier auch das historische Viertel mit den typischen weißen Holzhäusern.


Die Holzhäuser in der Altstadt

2. Die Holzhäuser bewundern

In Stavanger gibt es weltweit die meisten Holzhäuser. 8.000 sollen es insgesamt sein. Verteilt über die ganze Stadt. Oberhalb des Hafens in der Altstadt (Gamle Stavanger) befindet sich die größte Ansammlung. Auf wenigen Metern sind hier 170 weiß gestrichene Holzhäuser zu sehen. Viele liebevoll mit Blumen geschmückt. Ursprünglich haben hier mal Fischer und Arbeiter auf engstem Raum gewohnt. Damals waren die Häuser allerdings gelb und rot, weil weiße Farbe zu teuer war. Heute sind es die begehrtesten Häuser in ganz Stavanger.


Auf der Fjordfahrt geht es an Wasserfällen vorbei

3. Zum Preikestolen wandern oder fahren

Das Felsplateau Preikestolen ist die meist besuchte Sehenswürdigkeit der Region. Der Fels ist nur zu Fuß (Strecke circa 2 Stunden hin und 2 Stunden zurück) erreichbar. Wandertouren starten ab Stavanger, erst gehts mit dem Bus zum Nationalpark, anschließend in der Kleingruppe zu Fuß weiter.

Wer keine Zeit oder Lust auf diese Wanderung hat, kann sich den Felsen alternativ auch von unten anschauen. Im Hafen von Stavanger starten Fjordtouren, die an Lachsfarmen und Wasserfällen vorbei zum Preikestolen gehen. Dann seht ihr den Berg zwar nur von unten. Aber dafür gibts jede Menge vom Fjord zu sehen.


Das Ölmuseum (silbernes Gebäude im Hintergrund)

4. Das Ölmuseum besuchen

In Stavanger regnet es an 254 Tagen im Jahr. Im November durchschnittlich an 26 von 30 Tagen. Im Sommer ist nur jeder zweite Tag verregnet. Also gut, wenn man dafür Programm hat. Ideal – auch für Kinder – ist das norwegische Erdölmuseum. Hier wird sehr anschaulich dargestellt wie Öl auf Bohrinseln gefördert wird. Ihr könnt in einer Steuer-Kanzel einer Plattform sitzen oder in eine Rettungsinsel krabbeln. Im Museum gibt es nicht nur Modell von Bohrinseln oder Instrumente zur Ölförderung zu bewundern, sondern auch viel anfassen und ausprobieren.


Cafés und Bars in der Innenstadt

5. Durch die bunte lebendige Innenstadt bummeln

Wunderbare bunte Holzhäuser mit Cafés, kleine Boutiquen, aber auch Shoppingmalls. Die Innenstadt von Stavanger eignet sich ideal für einen Bummel und einen Kaffee zwischendurch. So viele wunderbare Häuser auf einen Schlag gibt es selten. Also, einfach mal treiben lassen…


Kite-Surfer am Solastrand

6. An die herrlichen Strände

Südlich von Stavanger gibt es die vielleicht schönsten Strände Norwegens. Beginnend vom Sola-Strand beim Flughafen ziehen sich die Sandstrände 41 Kilometer lang Richtung Süden. Beliebt ist auch der Brusant Strand. Es sind typische Nordsee-Strände wie wir sie auch aus Deutschland kennen. Wild. Mit Dünen. Häufig stürmisch. Ideal für Wassersportler wie Kite Surfer (siehe Bild), aber auch für herrliche Spaziergänge geeignet. Der Sola Strand lässt sich gut mit den „Drei Schwertern“ und dem Luftfahrtmuseum verbinden.


Passagiermaschine im Luftfahrt-Museum

7. In die Luft gehen

Und noch ein Tipp für einen Regentag. Das „Flyhistorisk Museum Sola„, direkt am Flughafen von Stavanger. Das Museum ist in einem Hangar untergebracht, den Deutsche im Zweiten Weltkrieg errichtet haben. Flugzeug-Ingenieure restaurieren hier Maschinen und stellen sie aus. Unter anderem Passagiermaschinen (siehe Foto), aber auch alte Flugzeuge der Wehrmacht. Die meisten sind aus Fjorden gefischt worden und werden jetzt von den Betreibern des Museums restauriert. Eher ein Museum, das als Hobby der Ingenieure betrieben wird, aber mit echt vielen Flugzeugen.


Die drei Wikinger-Schwerter

8. Zu den drei Wikinger-Schwertern fahren

Am Hafrsfjord stecken drei übergroße Schwerter in der Erde. Sie sind alten Wikinger-Schwerte, die in der Gegend gefunden wurden, nachempfunden. Die Schwerter stehen für Frieden, Freiheit und Einheit. Sie sollen an eine Schlacht 872 erinnern, in der der Wikinger Harald Schönherr die norwegische Nation geeinigt haben soll. Das Denkmal liegt zehn Autominuten außerhalb von Stavanger, ist aber gut ausgeschildert.


Dieses „Gedeck“ kostet in einer Bäckerei in Stavanger 21 Euro

9. Geld zurücklegen

Stavanger ist eine der teuersten Städte der Welt. Der Ort landet regelmäßig in den Rankings unter den zehn teuersten Städten. Der Ort ist sowas wie das Abu Dhabi des Nordens – nur ohne Scheichs. Hier ist die Öl-und Gaswirtschaft zuhause, deshalb sind die Lebenshaltungskosten so teuer. Das spürt ihr auch in der Urlaubskasse. Das Gedeck oben auf dem Bild hat in einer Bäckerei 21 Euro gekostet. Eine Pizza Margarita gibt es am Hafen für 20 Euro, Burger mit Pommes für 25 Euro.


Stavanger im Colorfulcities-Video:


10. Durch den längsten Tunnel der Welt fahren

In Stavanger verläuft der längste Unterwassertunnel der Welt. Das Ryfylke-Tunnel mit dem 14,3 Kilometer langen Teilstück, das zwischen der Insel Tau und der Gemeinde Strand verläuft. 300 Meter tief unter dem Wasser. Insgesamt ist das Tunnelsystem sogar 19,3 Kilometer lang und beginnt auf dem Stadtgebiet von Stavanger. In absehbarer Zeit wird der Rekord-Tunnel vom Rogfast-Projekt, das sogar 26,7 Kilometer lang ist, übertroffen. Der Tipp bleibt trotzdem bestehen, denn auch Rogfast befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Stavanger.

Text/Video/Fotos (c) Michael Westerhoff

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